{"id":33123,"date":"2014-08-24T14:38:24","date_gmt":"2014-08-24T12:38:24","guid":{"rendered":"http:\/\/museumek.eu\/?page_id=33123"},"modified":"2014-11-23T14:48:58","modified_gmt":"2014-11-23T13:48:58","slug":"dxlv40","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/museumek.eu\/?page_id=33123","title":{"rendered":"D\/XLV\/40"},"content":{"rendered":"<p><strong>Abteilung Deutschland, Keramik 1860 \u2013 1960, Inventarnummer D\/XLV\/40<\/strong><\/p>\n<p>Steinzeug- &#038; Thonwaarenfabrik, Zinngiesserei &#038; Malerei Reinhold Merkelbach und Nachfolger Steinzeug- und Hartsteingutfabrik, Zinngie\u00dfereien und Malereien Reinhold Merkelbach, Deutschland, Grenzhausen, um 1916, Bartmannkrug f\u00fcr die K\u00f6lner Fabrik Jacob Auer &#038; S\u00f6hne, K\u00fcnstler unbekannt, Werks.-Nr. 6 (als Vorlage), Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke Rundstempel mit R. MERKELBACH GRENSHAUSEN, von diesem Rundstempel gab es zwei Ausf\u00fchrugen, erste Ausf\u00fchrung: verwendet ab 1900, zwischen den W\u00f6rtern befindet sich ein kleiner Kreis, siehe MEK D\/XLV\/5 und D\/XLV\/14, zweite Ausf\u00fchrung wie hier MEK Exemplar, zwischen den W\u00f6rtern befindet sich statt einem Kreis ein Punkt und das Z von Grenzhausen ist als S \u00e4hnlicher Buchstabe ausgef\u00fchrt, 1 L sowie ein Beizeichen gepresst, nicht signiert, Literatur: Gisela Reineking von Bock, Meister der deutschen Keramik, Seite 221 ff., Fabrikbeschreibung, weitere Literatur: J\u00fcrgen Schimanski und J\u00fcrgen Erlebach, Westerw\u00e4lder Steinzeug, Die Neue \u00c4ra, Seite 77 ff., Fabrikbeschreibung sowie Marke Nr. 21 (f\u00fcr die Zeit ab 1916) identisch, weitere Literatur: Beate Dry-v. Zezschwitz, Westerw\u00e4lder Steinzeug des Jugendstils I, R. Merkelbach Grenzhausen und M\u00fcnchen, Nachdruck der Spezialpreisliste 1905, Seite 29, Abbildung Nr. 14 sowie Abbildung Nr. 15, identischer Bartmannkrug, dort beschrieben, dass die Fabrik von Reinhold Merkelbach diesen Bartmannkrug vor 1916 nach einem Original aus dem Kunstgewerbemuseum K\u00f6ln f\u00fcr die Firma Jacob Auer &#038; S\u00f6hne als grauen in die Form gedrehten Scherben mit Reliefdekor, braun engobiert (k\u00f6lnisch-braun) produziert hat sowie Seite 31, Beschreibung der Beizeichen, weitere Literatur: J\u00fcrgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 208, Beschreibung der Fabrik, Seite 240, Reinhold Merkelbach, Preistafel 3, Abbildung Nr. 6 und gelistete Nr. 6 identisch (dort als 4 \u00bd Liter Bartmannkrug) als Vorlage f\u00fcr den Jacob Auer &#038; S\u00f6hne Bartmannkrug sowie Seite 291, Kopie aus einem Merkelbach Modellbuch, Bartmannkr\u00fcge, dort unter Nr. 6 wie folgt gelistet: 4 \u00bd Krug Kugelform m. Wappen u L\u00f6wen R.R:K.K1599., 1845 gr\u00fcndete Wilhelm Merkelbach (1817 \u2013 1859) in Grenzhausen eine Kannenb\u00e4ckerei, wann sich diese zur Steinzeugfabrik weiterentwickelte und wie diese Fabrik firmierte konnte nicht recherchiert werden, nach dem fr\u00fchen Tod von Wilhelm Merkelbach \u00fcbernahm dessen Sohn Wilhelm Reinhold Merkelbach (1847 \u2013 1891) die Fabrik, wie Reinhold Merkelbach direkt nach der \u00dcbernahme firmierte konnte nicht recherchiert werden, sp\u00e4testens ab 1892 firmierte die Fabrik als Steinzeug- &#038; Thonwaarenfabrik, Zinngiesserei &#038; Malerei Reinhold Merkelbach, dies ergibt sich aus dem Preis-Courant des Jahres 1892, seit 1878 hatte die Fabrik ein Fabriklager in M\u00fcnchen, welches ab 1891 als Bierkrugfabrikniederlage, Inh. Tosca Merkelbach, Grenzhausen bezeichnet wurde, nach Reinhold Merkelbachs Tod 1891 f\u00fchrte seine Witwe Tosca Merkelbach die Fabrik weiter, bis die S\u00f6hne Paul Merkelbach (1882 \u2013 1917) und Reinhold Merkelbach (1885 \u2013 1918) am 23.05.1907 die Fabrik \u00fcbernahmen, ab 1905 firmierte die Fabrik als Steinzeug- und Hartsteingutfabrik, Zinngie\u00dfereien und Malereien Reinhold Merkelbach, dies ergibt sich aus der Spezialpreisliste des Jahres 1905, im Zuge der Fabrik\u00fcbergabe an die S\u00f6hne wurde die Niederlage in M\u00fcnchen gel\u00f6scht und daf\u00fcr als selbstst\u00e4ndiges Unternehmen neu gegr\u00fcndet, nach dem beide S\u00f6hne im WK I gefallen waren, \u00fcbernahm wieder Tosca Merkelbach die Leitung der Fabrik, 1911 gr\u00fcndete die Fabrik zusammen mit den Fabriken M\u00fcller, Hanke und Gerz die Steinzeugwerke H\u00f6hr-Grenzhausen GmbH, um sich gegenseitig im Vertrieb und in der Produktion zu bef\u00f6rdern, bis zum Jahre 1918 stiegen die Fabriken M\u00fcller, Hanke und Gerz wieder aus der GmbH aus, Merkelbach \u00fcbernahm viele der Formen der anderen Fabriken und die GmbH ging im Laufe der n\u00e4chsten Jahre in die Steinzeugfabrik Reinhold Merkelbach auf, w\u00e4hrend des Bestehens der GmbH stellten die Fabriken jeweils auch Steinzeuge nach den Formen der anderen Fabriken her, die GmbH hatte keinen eigenen Markenstempel, die Produkte, auch die nach den Formen der anderen Fabriken hergestellten, wurden mit der jeweils eigenen Marke gekennzeichnet soweit \u00fcberhaupt gemarkt worden ist, nach Tosca Merkelbachs Tod f\u00fchrte die Schwiegertochter Gertrud Merkelbach, wohl zusammen mit anderen Verwandten und nicht verwandten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern die Fabrik weiter, 1957 \u00fcbernahm Prof. Reinhold Paul Bernhard Merkelbach (1918 \u2013 2006), ein Enkel von Reinhold Merkelbach, die Leitung der Fabrik, ab 1970 \u00e4nderte die Fabrik mehrmals ihre Firmierung und ab 1971 stieg die Goebel\u2019sche Porzellanfabrik erst mit 50 % sp\u00e4ter dann mit 100 % in die Eigentumsverh\u00e4ltnisse der Fabrik ein, 1988 kauften Familienangeh\u00f6rige der Merkelbachs zusammen mit Investoren die Fabrik zur\u00fcck, ab 1995 bis 2007 leitete die Familienangeh\u00f6rige Judith Engelmann, geb. Merkelbach die Fabrik, 2007 wurde die Produktion aufgegeben und die Steinzeugfabrik Matthias Girmscheid \u00fcbernahm viele der Formen, sowohl Goebel als auch Girmscheid produzierten viele Jugendstilentw\u00fcrfe als Neuauflagen, Karl Mehlem zeichnete in monatelanger Arbeit, bei gleichzeitger Aufnahme der Abma\u00dfe, die wertvollsten keramischen Ausstellungsst\u00fccke einiger Museen ab, welche die Fabrik Merkelbach dann als Kopie ausf\u00fchrte, das MEK Exemplar ist die Kopie eines K\u00f6lner oder Frechener Bartmannkruges vor dem 18. Jh. als Vorlage f\u00fcr den Jacob Auer Krug, das Original befindet sich im Kunstgewerbemuseum K\u00f6ln, siehe auch MEK D\/LXX\/5, identischer Bartmannkrug mit Markung der Steinzeugfabrik Hanke aus der Produktionszeit der Steinzeugwerke H\u00f6hr-Grenzhausen GmbH, als die Fabriken die Formen untereinander benutzten, Ausf\u00fchrung als 1 Liter Krug, braun glasiertes Steinzeug (k\u00f6lnisch braun) mit Originalkorken, dieser an einem Zinndeckel befestigt, dieser mit einer Schnur am Henkel befestigt, diese mit einer Plombe versehen, H\u00f6he 15,5 cm, Breite 14,3 cm (nur die Keramik)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/museumek.eu\/?attachment_id=33124\" rel=\"attachment wp-att-33124\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/1047-230x300.jpg\" alt=\"\" title=\"1047\" width=\"230\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-33124\" srcset=\"http:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/1047-230x300.jpg 230w, 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