{"id":35883,"date":"2015-01-06T18:01:03","date_gmt":"2015-01-06T17:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/museumek.eu\/?page_id=35883"},"modified":"2015-05-15T21:34:58","modified_gmt":"2015-05-15T19:34:58","slug":"dxlv52","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/museumek.eu\/?page_id=35883","title":{"rendered":"D\/XLV\/52"},"content":{"rendered":"<p><strong>Abteilung Deutschland, Keramik 1860 \u2013 1960, Inventarnummer D\/XLV\/52<\/strong><\/p>\n<p>Steinzeug- &#038; Thonwaarenfabrik, Zinngiesserei &#038; Malerei Reinhold Merkelbach und Nachfolger Steinzeug- und Hartsteingutfabrik, Zinngie\u00dfereien und Malereien Reinhold Merkelbach (attr.), Deutschland, Grenzhausen, um 1916, Seidel, K\u00fcnstler unbekannt, Werks.-Nr. 211 (?), Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke Rundstempel mit R. MERKELBACH GRENSHAUSEN (dieser nicht lesbar), von diesem Rundstempel gab es zwei Ausf\u00fchrugen, erste Ausf\u00fchrung: verwendet ab 1900, zwischen den W\u00f6rtern befindet sich ein kleiner Kreis, siehe MEK D\/XLV\/5 und D\/XLV\/14, zweite Ausf\u00fchrung wie MEK Exemplar D\/XLV\/59, zwischen den W\u00f6rtern befindet sich statt einem Kreis ein Punkt und das Z von Grenzhausen ist als S \u00e4hnlicher Buchstabe ausgef\u00fchrt,  \u00bd L \u00fcber Eichstrich sowie 211 (?) gepresst, nicht signiert, Literatur: Gisela Reineking von Bock, Meister der deutschen Keramik, Seite 221 ff., Fabrikbeschreibung, weitere Literatur: J\u00fcrgen Schimanski und J\u00fcrgen Erlebach, Westerw\u00e4lder Steinzeug, Die Neue \u00c4ra, Seite 77 ff., Fabrikbeschreibung sowie Marke Nr. 21 (f\u00fcr die Zeit ab 1916) identisch, weitere Literatur: J\u00fcrgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 208, Beschreibung der Fabrik, 1845 gr\u00fcndete Wilhelm Merkelbach (1817 \u2013 1859) in Grenzhausen eine Kannenb\u00e4ckerei, wann sich diese zur Steinzeugfabrik weiterentwickelte und wie diese Fabrik firmierte konnte nicht recherchiert werden, nach dem fr\u00fchen Tod von Wilhelm Merkelbach \u00fcbernahm dessen Sohn Wilhelm Reinhold Merkelbach (1847 \u2013 1891) die Fabrik, wie Reinhold Merkelbach direkt nach der \u00dcbernahme firmierte konnte nicht recherchiert werden, sp\u00e4testens ab 1892 firmierte die Fabrik als Steinzeug- &#038; Thonwaarenfabrik, Zinngiesserei &#038; Malerei Reinhold Merkelbach, dies ergibt sich aus dem Preis-Courant des Jahres 1892, seit 1878 hatte die Fabrik ein Fabriklager in M\u00fcnchen, welches ab 1891 als Bierkrugfabrikniederlage, Inh. Tosca Merkelbach, Grenzhausen bezeichnet wurde, nach Reinhold Merkelbachs Tod 1891 f\u00fchrte seine Witwe Tosca Merkelbach die Fabrik weiter, bis die S\u00f6hne Paul Merkelbach (1882 \u2013 1917) und Reinhold Merkelbach (1885 \u2013 1918) am 23.05.1907 die Fabrik \u00fcbernahmen, ab 1905 firmierte die Fabrik als Steinzeug- und Hartsteingutfabrik, Zinngie\u00dfereien und Malereien Reinhold Merkelbach, dies ergibt sich aus der Spezialpreisliste des Jahres 1905, im Zuge der Fabrik\u00fcbergabe an die S\u00f6hne wurde die Niederlage in M\u00fcnchen gel\u00f6scht und daf\u00fcr als selbstst\u00e4ndiges Unternehmen neu gegr\u00fcndet, nach dem beide S\u00f6hne im WK I gefallen waren, \u00fcbernahm wieder Tosca Merkelbach die Leitung der Fabrik, 1911 gr\u00fcndete die Fabrik zusammen mit den Fabriken M\u00fcller, Hanke und Gerz die Steinzeugwerke H\u00f6hr-Grenzhausen GmbH, um sich gegenseitig im Vertrieb und in der Produktion zu bef\u00f6rdern, bis zum Jahre 1918 stiegen die Fabriken M\u00fcller, Hanke und Gerz wieder aus der GmbH aus, Merkelbach \u00fcbernahm viele der Formen der anderen Fabriken und die GmbH ging im Laufe der n\u00e4chsten Jahre in die Steinzeugfabrik Reinhold Merkelbach auf, w\u00e4hrend des Bestehens der GmbH stellten die Fabriken jeweils auch Steinzeuge nach den Formen der anderen Fabriken her, die GmbH hatte keinen eigenen Markenstempel, die Produkte, auch die nach den Formen der anderen Fabriken hergestellten, wurden mit der jeweils eigenen Marke gekennzeichnet soweit \u00fcberhaupt gemarkt worden ist, nach Tosca Merkelbachs Tod f\u00fchrte die Schwiegertochter Gertrud Merkelbach, wohl zusammen mit anderen Verwandten und nicht verwandten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern die Fabrik weiter, 1957 \u00fcbernahm Prof. Reinhold Paul Bernhard Merkelbach (1918 \u2013 2006), ein Enkel von Reinhold Merkelbach, die Leitung der Fabrik, ab 1970 \u00e4nderte die Fabrik mehrmals ihre Firmierung und ab 1971 stieg die Goebel\u2019sche Porzellanfabrik erst mit 50 % sp\u00e4ter dann mit 100 % in die Eigentumsverh\u00e4ltnisse der Fabrik ein, 1988 kauften Familienangeh\u00f6rige der Merkelbachs zusammen mit Investoren die Fabrik zur\u00fcck, ab 1995 bis 2007 leitete die Familienangeh\u00f6rige Judith Engelmann, geb. Merkelbach die Fabrik, 2007 wurde die Produktion aufgegeben und die Steinzeugfabrik Matthias Girmscheid \u00fcbernahm viele der Formen, sowohl Goebel als auch Girmscheid produzierten viele Jugendstilentw\u00fcrfe als Neuauflagen, Fabrik Zuordnung: um 1900 gab es 3 Westerw\u00e4lder Fabriken, die eine Firmenmarkung mit Rundstempeln vornahmen, Merkelbach &#038; Wick, Steuler Steinzeugindustrie und Reinhold Merkelbach, die Rundstempel von Merkelbach &#038; Wick und Steuler Steinzeugindustrie sind im Durchmesser zu klein, somit bleibt nur einer der beiden oben genannten Rundstempel von Reinhold Merkelbach \u00fcbrig, au\u00dferdem entspricht der Rundstempel des MEK Exemplares D\/XLV\/52, mit 2,2 cm Durchmesser, exakt dem Durchmesser der beiden oben genannten Rundstempel die die Fabrik von Reinhold Merkelbach verwendete, da der Seidel mit einem Blechdeckel versehen ist, dies spricht f\u00fcr einen sp\u00e4teren Herstellungszeitraum, w\u00e4hlt das MEK den Rundstempel aus, der ab dem Jahr 1916 von Reinhold Merkelbach verwendet worden ist, somit ergibt sich auch eine ungef\u00e4hre zeitliche Zuordnung, eine K\u00fcnstlerzurodnung kann nicht vorgenommen werden, das Dekor entspricht in Teilen sowohl Carl Mehlem, Adelbert Niemeyer als auch Charlotte Krause, das MEK tendiert zu Charlotte Krause oder einem Werksentwurf nach K\u00fcnstlervorlagen, <strong>das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 211 (?) ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst<\/strong>, Ausf\u00fchrung als Steinzeug braun glasiert (k\u00f6lnisch braun), H\u00f6he 10,5 cm, Breite 14 cm (nur die Keramik)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/museumek.eu\/?attachment_id=39830\" rel=\"attachment wp-att-39830\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2365-207x300.jpg\" alt=\"\" title=\"2365\" width=\"207\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-39830\" srcset=\"http:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2365-207x300.jpg 207w, 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