{"id":24127,"date":"2013-06-30T14:59:48","date_gmt":"2013-06-30T12:59:48","guid":{"rendered":"http:\/\/museumek.eu\/?page_id=24127"},"modified":"2021-05-15T19:49:28","modified_gmt":"2021-05-15T17:49:28","slug":"dxcii1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/museumek.eu\/?page_id=24127","title":{"rendered":"D\/XCII\/1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Abteilung Deutschland, Keramik 1860 \u2013 1960, Inventarnummer D\/XCII\/1<\/strong><\/p>\n<p>Porzellan-Manufactur &#8222;Heinrich Baensch&#8220; und Nachf. Porzellanfabrik Heinrich Baensch Lettin a. d. Saale und Nachf. Porzellanfabrik Heinrich Baensch AG und Nachf. Porzellanfabrik Lettin, vormals Heinrich Baensch AG und Nachf. Porzellanfabrik Lettin GmbH, Inh. Wickmann-Werke-AG, Deutschland, Lettin, um 1935, Gedeck, K\u00fcnstler unbekannt, Werks.-Nr. 6040 (?), Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit F\u00fcrstenhut (?) sowie Schriftzug Lettin gr\u00fcner Stempel unter Glasur, 6040 sowie 10 in Gold auf Glasur gemalt, nicht signiert, Literatur: J. G. Th. Graesse und E. Jaenicke, F\u00fchrer f\u00fcr Sammler von Porzellan und Fayence, Steinzeug, Steingut usw., Seite 470, Marke Nr. 3 identisch, weitere Literatur: Emanuel Poche, Porzellanmarken aus aller Welt, Marke Nr. 1114 identisch, weitere Literatur: Gustav Wei\u00df, Ullstein Porzellanbuch, Seite 272, Marke Nr. 9 identisch, weitere Literatur: Dieter Z\u00fchlsdorff, Markenlexikon, Porzellan und Keramik Report 1885 &#8211; 1935, Band 1, Seite 262, Werk-Teil 1., Gruppennummer des Werkteils 4., laufende Nummer innerhalb der Gruppe 411, identische Marke (dort f\u00fcr die Zeit ab 1931, dort mit dem Zusatz Germany.) sowie Seite 546, Werk-Teil 3., laufende Nummer des Werkteils 700, dort kurze unvollst\u00e4ndige Beschreibung der Fabrik, weitere Literatur: Ludwig Danckert, Handbuch des Europ\u00e4ischen Porzellans, 7. Auflage, Seite 323\/324, unvollst\u00e4ndige Beschreibung der Fabrik, Seite 324, Marke Nr. 7 identisch (dort f\u00fcr die Zeit 1950 &#8211; 1954), weitere Literatur: Robert E. R\u00f6ntgen, Deutsche Porzellanmarken 1710 bis heute, Seite 178, dort kurze und unvollst\u00e4ndige Beschreibung der Fabrik sowie Marke 1345 identisch (dort f\u00fcr die Zeit 1927 &#8211; 1945), die ersten Schritte zur Lettiner Porzellanherstellung reichen bis in das Jahr 1840 zur\u00fcck, der Unternehmer Ferdinand Baensch (1798-1872) gr\u00fcndete in Lettin ein Gesch\u00e4ft zur Reinigung von Porzellanerde (Kaolin), die er in der Umgebung seiner Fabrik f\u00f6rderte, erst mit dem Fall des Monopols der Berliner Porzellanmanufaktur f\u00fcr Preu\u00dfen im Jahr 1845 bestand die M\u00f6glichkeit auch in Lettin Porzellan herzustellen, im Jahr 1858 gr\u00fcndete Ferdinands Sohn Heinrich Baensch (1830-1911) die Porzellan- Manufactur &#8222;Heinrich Baensch&#8220; und begann die industrielle Produktion des sogenannten &#8222;Wei\u00dfes Goldes&#8220; in Lettin, Heinrich Baensch hatte in Berlin Porzellandreher gelernt und sich vor allem in Schlesien praktische Kenntnisse in der Steingut- und Porzellanherstellung angeeignet, zun\u00e4chst wurde nur Wei\u00dfporzellan als Tafelgeschirr hergestellt und Hauptabsatzgebiet war vor allem die n\u00e4here Umgebung. Mit dem Bau des zweiten Brennofens um 1868 wurde auch das Bemalen des hergestellten Porzellans aufgenommen, noch bis 1876 erfolgte der Warenabsatz ausschlie\u00dflich in Deutschland, in den folgenden Jahrzehnten wuchs und etablierte sich die Porzellanmanufaktur im In- und Ausland, das Repertoire reichte von Ess-Service, Kaffeegedecken, Sammeltassen, Vasen, Dosen bis zu K\u00fcnstlerporzellan und Reise-Souvenirs in Porzellan, neben einfachen St\u00fccken Hotel-Porzellans oder Bierkr\u00fcgen stehen wundervoll gestaltete Dekore und Formen im Historismus, Jugendstil, Art deco, 1876 \u00c4nderung der Firmierung in Porzellanfabrik Heinrich Baensch Lettin a. d. Saale, um 1900 und in den Jahren danach konnte bis auf eine Absatzflaute zwischen 1908 und 1911 der Export Lettiner Porzellans deutlich gesteigert werden, Hauptexportregionen und L\u00e4nder waren England und dessen Kolonien, Nordamerika (vor allem die USA), Nordeuropa sowie Griechenland, 1903 bis 1909  entwarf der bedeutende deutsche Plakatk\u00fcnstler, Grafiker, Maler und Designer Ludwig Hohlwein (1874\u20131949) mehrere Jugendstildekore f\u00fcr die Lettiner Porzellanfabrik, die man rechtlich sch\u00fctzen lies, produziert wurden diese im sogenannten Bereich \u00bbLuxusporzellan\u00ab in Lettin vor allem f\u00fcr das Exportgesch\u00e4ft auf Dosen und Bonbonnieren wohl noch bis in die 1920&#8242; Jahre, 1903 erhielt die Lettiner Porzellanfabrik von Heinrich Baensch auf der Gewerbe-Ausstellung in Athen eine Goldene Medaille f\u00fcr ihre Produkte verliehen, Heinrich Baensch verstarb 1911 und sein Sohn Alfred Baensch (1873\u20131942) f\u00fchrte die Fabrik unter gleichem Namen fort, Alfred war bereits von seinem Vater zu Studienzwecken in zahlreiche europ\u00e4ische L\u00e4nder, vor allem England und Frankreich, geschickt<br \/>\nworden, infolge der Weltwirtschaftskrise und Mitte der 1930&#8242; Jahre musste das Unternehmen zweimal in die Insolvenz, schon zu Beginn der Weltwirtschaftskrise lastete auf der Lettiner Porzellanfabrik ein erheblicher Schuldenberg, allein die Sparkasse des Saalkreises hatte mit 130 000 Reichsmark und der Tierarzt Dr. Paul Meyer aus Salzm\u00fcnde mit 80 000 Reichsmark den Firmeninhaber Alfred Baensch Hypotheken gegeben, um die Erweiterung des Inland- und Exportgesch\u00e4fts durch neue Innovationen und eine Teilmodernisierung der Produktionsanlagen<br \/>\nvorzufinanzieren, am 21. Januar 1931 musste Alfred Baensch jedoch Konkurs anmelden und wurde damit selbst bettelarm, seine Villa in Lettin (Stadelberg 9) ging neben der Firma und weiterem recht umfangreichen Grundbesitz in Lettin<br \/>\nund der n\u00e4heren Umgebung in die Konkursmasse und wurde Eigentum des Hauptgl\u00e4ubigers, der Sparkasse des Saalkreises, Alfred Baensch starb im 70. Lebensjahre stehend am 26. Januar 1942 als armer, einsamer Privatmann in einer kleinen Mietwohnung in der D\u00f6lauer Zechenhausstra\u00dfe 6, Ende der 1920\u2018 Jahre bis 1945 firmierte die Fabrik als Porzellanfabrik Heinrich Baensch AG, dann als Porzellanfabrik Lettin, vormals Heinrich Baensch AG und dann als Porzellanfabrik Lettin GmbH, Inh. Wickmann-Werke-AG, nach dem Krieg wurde das Unternehmen schrittweise in einen Staatsbetrieb \u00fcberf\u00fchrt, ab 1953 produzierte das Werk unter dem Namen &#8222;VEB Porzellanwerk Lettin Halle\/Saale&#8220;, folgende Informationen auf www.steinmarks.co.uk m\u00fcssen durch das MEK noch \u00fcberpr\u00fcft werden: Erstens, es gibt eine Anzeige im keramischen Adressbuch von 1883 mit folgender Firmenbezeichnung: Heinrich Baensch Porzellan-Manufactur in Lettin bei Halle a. d. Saale (Preussen) und zweitens, 1930\/1931 ging die Fabrik bankrott und wurde von Gustav Becker aufgekauft, dieser f\u00fchrte die Fabrik bis zur Enteignung 1945\/1946 fort und firmierte als Porzallanfabrik Lettin, Inh. Gustav Becker, daf\u00fcr gibt es auch den Nachweiss von Fabrikstempeln die wie folgt lauten: Heinrich Baensch, Inh. Gustav Becker, Halle a. S., Tasse: H\u00f6he 5,5 cm, Breite 13 cm, kleiner Teller: Durchmesser 15 cm, gro\u00dfer Teller: Durchmesser 20 cm<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/museumek.eu\/?attachment_id=24130\" rel=\"attachment wp-att-24130\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1746-300x236.jpg\" alt=\"\" title=\"Museum Europ\u00e4ischer Keramikkunst 1746\" width=\"300\" height=\"236\" class=\"alignnone size-medium wp-image-24130\" srcset=\"https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1746-300x236.jpg 300w, https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1746-150x118.jpg 150w, https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1746-379x300.jpg 379w, https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1746.jpg 784w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/museumek.eu\/?attachment_id=24131\" rel=\"attachment wp-att-24131\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1748-251x300.jpg\" alt=\"\" title=\"Museum Europ\u00e4ischer Keramikkunst 1748\" width=\"251\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-24131\" srcset=\"https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1748-251x300.jpg 251w, https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1748-125x150.jpg 125w, https:\/\/museumek.eu\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Museum-Europ\u00e4ischer-Keramikkunst-1748.jpg 296w\" sizes=\"(max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abteilung Deutschland, Keramik 1860 \u2013 1960, Inventarnummer D\/XCII\/1 Porzellan-Manufactur &#8222;Heinrich Baensch&#8220; und Nachf. 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