Kurzbiografie und Inventar zum Künstler

Joseph Maria Olbrich wurde am 22.12.1867 in Troppau (Schlesien) geboren. Er starb am 08.08.1908 in Düsseldorf. Von 1882 bis 1886 besuchte er die Staatsgewerbeschule in Wien. Von 1890 bis 1893 studierte er an der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Im Jahre 1893 fand er eine Anstellung als Zeichner bei der Firma Otto Wagner. In der Zeit von 1893 bis 1995 bereiste er Italien, Nordafrika, Frankreich und England. 1897 ist er Gründungsmitglied der “Vereinigung bildender Künstler Österreichs” (Secession). Er entwarf u. a. das Wiener Secessionsgebäude. Der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein berief ihn als Gründungsmitgleid der Darmstädter Künstlerkolonie (er gehörte somit zu den Darmstädter 7, den 7 Erstberufenen). Vom Herzog wird ihm 1900 der Titel Professor verliehen. Olbrich war einer der wichtigsten und mit vielen Auszeichnungen versehenen Künstler der Secessionsbewegung.

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/VIII/10

Villeroy & Boch, Deutschland, Mettlach, um 1900, Kanne aus einer Waschgarnitur, Künstler Joseph Maria Olbrich, Werks.-Nr. 1497 (Formnummer), Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit Merkur, Villeroy & Boch, Mettlach sowie Zusatz Gesetzlich-Geschützt grüner Stempel unter Glasur, Olbrich, Glatt grüner Stempel unter Glasur, 1497, IV, nicht identifizierte Signatur über Trennstrich sowie 11.90 unter Trennstrich schwarz gemalt, evtl. signiert, Literatur: Gary Kirsner, The Mettlach Book, Seite 18, Abbildung des Merkurstempels mit dem Zusatz Gesetzlich-Geschützt in der Verwendung von 1874 – ca. 1909, weitere Literatur: Villeroy & Boch AG, Mettlach, 1998, Villeroy & Boch, ein Vierteljahrtausend europäische Industriegeschichte 1748 – 1998, Seite 148, Abbildung der identischen Kanne mit abweichender Farbgebung und Erklärung, dass die Kanne von Joseph Maria Olbrich entworfen worden ist, weitere Literatur: Jana Kybalová, Keramik-Marken aus aller Welt, Marke Nr. 1668 identisch, siehe auch Auktionshaus Quittenbaum, Auktion 95 – Teil 1, vom 03.05.2011, Jugendstil – Art Déco, Moderne Kunst, Lot Nr. 520, ähnliche Kanne in gleicher Größe,
Höhe 28,5 cm, Breite 23 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/VIII/17

Villeroy & Boch, Deutschland, Dresden, 1901, Teller aus dem Service „Pommern“, Künstler Joseph Maria Olbrich (attr.), Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt brauner Merkurstempel mit Dresden, Pressstempel mit nicht gedeuteten Buchstaben und Zahlen, nicht gedeutete Zeichen blau gemalt, nicht signiert, Ausführung als Steingutscherben mit ornamental verschlungenem Bandmotiv, Literatur: Jana Kybalová, Keramik-Marken aus aller Welt, Marke Nr. 1671 identisch, weitere Literatur: Brigitte Reuter, Museum für Kunst und Gewerbe, Die Jugendstilsammlung, Band 4: Künstler S – Z, Seite 319, Beschreibung der Manufaktur sowie Seite 320, Abbildung 2242 identischer Teller Inv. Nr. 1988.235.a-b. (dort mit Literaturverweis: Mettlach 1992, Nr. 83, Entwurf möglichweise Olbrich), siehe auch Auktionshaus von Zezschitz, München, Auktion vom 14.11.2003, weitere Teile des Service, siehe auch MEK D/VII/18 und MEK/VIII/19, weitere Teller des Service, Durchmesser 24,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/VIII/18

Villeroy & Boch, Deutschland, Dresden, 1901, Teller aus dem Service „Pommern“, Künstler Joseph Maria Olbrich (attr.), Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt brauner Merkurstempel mit Dresden, Pressstempel mit nicht gedeuteten Buchstaben und Zahlen, nicht signiert, Ausführung als Steingutscherben mit ornamental verschlungenem Bandmotiv, Literatur: Jana Kybalová, Keramik-Marken aus aller Welt, Marke Nr. 1671 identisch, weitere Literatur: Brigitte Reuter, Museum für Kunst und Gewerbe, Die Jugendstilsammlung, Band 4: Künstler S – Z, Seite 319, Beschreibung der Manufaktur sowie Seite 320, Abbildung 2242 identischer Teller Inv. Nr. 1988.235.a-b. (dort mit Literaturverweis: Mettlach 1992, Nr. 83, Entwurf möglichweise Olbrich), siehe auch Auktionshaus von Zezschitz, München, Auktion vom 14.11.2003, weitere Teller des Service, siehe auch MEK D/VII/17 und MEK/VIII/19,
Durchmesser 24,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/VIII/19

Villeroy & Boch, Deutschland, Dresden, 1901, Teller aus dem Service „Pommern“, Künstler Joseph Maria Olbrich (attr.), Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt brauner Merkurstempel mit Dresden, Pressstempel mit nicht gedeuteten Buchstaben und Zahlen, nicht gedeutete Zeichen blau gemalt, nicht signiert, Ausführung als Steingutscherben mit ornamental verschlungenem Bandmotiv, Literatur: Jana Kybalová, Keramik-Marken aus aller Welt, Marke Nr. 1671 identisch, weitere Literatur: Brigitte Reuter, Museum für Kunst und Gewerbe, Die Jugendstilsammlung, Band 4: Künstler S – Z, Seite 319, Beschreibung der Manufaktur sowie Seite 320, Abbildung 2242 identischer Teller Inv. Nr. 1988.235.a-b. (dort mit Literaturverweis: Mettlach 1992, Nr. 83, Entwurf möglichweise Olbrich), siehe auch Auktionshaus von Zezschitz, München, Auktion vom 14.11.2003, weitere Teile des Service, siehe auch MEK D/VII/17 und MEK/VIII/18, Durchmesser 24,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XLI/8

Wächtersbacher Steingutfabrik, Deutschland, Schlierbach, ca. 1916, Saftkrug, Künstler Joseph Maria Olbrich (attr., für den Formentwurf, ca. 1903), Albin Müller (attr., für den Dekorentwurf, ca. 1915/16), Werks.-Nr. 6430 (Dekornummer), Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit KAW (für Kunstabteilung Wächtersbach, Leitung Christian Neureuther) sowie C.N. (für Christian Neureuther) weißer Stempel unter Glasur sowie 6430 weißer Stempel unter Glasur, 4193/2 (Formnummer) sowie Schildmarke gepresst, nicht signiert, Literatur: Heinz und Lilo Frensch, Wächtersbacher Steingut, Seite 17, Marke der Kunstabteilung identisch, weitere Literatur: Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Wächtersbacher Steingut, Die Sammlung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Seite 103, Marke Nr. 25 identisch, Seite 120, Nr. 182, Formnummer 3887 für Joseph Maria Olbrich nachweisbar sowie Seite 121, Nr. 201, Tätigkeit von Albin Müller um 1915 nachweisbar, weitere Literatur: Ludwig Rinn und Vonderau Museum Fulda, Markentafel Wächtersbacher Keramik, Seite 12, Marke Nr. 29 identisch, weitere Literatur: Museums- und Geschichtsverein Brachttal e. V., Wächtersbacher Steingut, Figuren und Figürliches, Seite 106, Markentafel, identische abgebildete Marke, weitere Literatur: Otto Pelka, Keramik der Neuzeit, Markentafel VIII, Marke in 125 identisch, Seite 212, Herstellerverzeichnis, Schlierbach, Wächtersbacher Steingutfabrik sowie Seite 222, Namenverzeichnis, Wächtersbacher Steingutfabrik, Schlierbach, M 125, o. g. Zuschreibungen sind nicht belegt, die Form der Kanne ist die typische Machart eines Architekten wie Olbrich, die Formnummer ist nahe der Zeit, als Olbrich Entwürfe für die KAW erstellte, der Dekorentwurf durch Albin Müller ist zeitlich möglich, das Dekor entspricht eher nicht den Neureuther Entwürfen, evtl. stammt der Dekorentwurf auch von einem anderen Mitarbeiter der KAW, z. B. Eduard Schweitzer, das MEK nimmt keine Fabrikbeschreibung vor und verweist auf die o. g. Literatur,
Höhe 21 cm, Breite 14 cm