Kurzbiografie und Inventar zum Künstler

Elisabeth Schmidt-Pecht wurde am 02.04.1857 in St. Blasien geboren. Sie starb am 24.03.1940 in Konstanz. Bei Franz Keller-Leuzinger erhielt sie eine Ausbildung in Malerei auf Keramik. In der Zeit von 1894 bis 1914 lieferte sie Entwürfe für die Zeller Keramischen Fabriken von Georg Schmider. Darunter auch das Dekor „Favorite“, welches auf der Weltausstellung 1900 in Paris eine Goldmedaille erhielt. Ab 1895 stellte sie auch eigene keramische Arbeiten her. Zuerst bei der Töpferei Benz in Tägerwilen und später bei Johann Glatz in Villingen. Ihre Arbeiten wurden durch Liberty, Ernst Wahliss, Meier-Graefe und Wertheim vertrieben. Auf Grund der Erfolge seiner Frau löste ihr Mann Heinrich Schmidt-Pecht 1906 seine Lithographische Kunstanstalt in Konstanz auf und stellte die Räumlichkeiten seiner Frau zur Verfügung. Die Manufaktur hatte mehrere Mitarbeiter. Auch Julius Diez fertigte Entwürfe an. Alle späteren Entwürfe stammen fast ausschließlich von Heinrich Schmidt-Pecht. Mit Beginn des 1. Weltkrieges kam die Produktion zum erliegen und 1917 wurden die Öfen verkauft.

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XVIII/4

Steingut- und Porzellanfabrik Georg Schmider und Nachf. Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken, Deutschland, Zell am Harmersbach, um 1900, Kanne mit Dekor Favorite, Künstler Elisabeth Schmidt-Pecht, Werks.-Nr. 832, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke berankter Rundstempel mit Georg Schmider Zell a/H (für am Harmersbach), Wappen sowie S P (für Schmidt-Pecht), Handgemalt sowie V dunkelgrün unter Glasur, 832 gepresst, signiert = gemarkt, das Dekor Favorite wurde von Elisabeth Schmidt-Pecht 1897 entworfen und auf der Weltausstellung 1900 in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichent, Literatur: Otto Pelka, Keramik der Neuzeit, Markentafel XI, Marke Nr. 171 identisch sowie Seite 221, Erklärung zur Marke, dort falsch bezeichnet, statt Georg Schmider, Georg Schneider (Druckfehler oder Recherchefehler), die Fabrik Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken entstand im Gründungsjahr 1907 aus der Zusammenführung mehrerer Fabriken, im Juni 1790 wurde Joseph Anton Burger zum Fayencier-Handwerk zugelassen, am 22. 10.1794 gründete er die Zeller Fayencefabrik, 1802 traten Jakob Ferdinand Lenz und H. Schnitzler in die Fabrik ein, 1819 tritt Burger aus, wann Schnitzler austrat ist nicht bekannt, Lenz wird Alleineigentümer und firmiert J. F. Lenz Porzellan-, Steingut- und Majolikafabrik, 1869 erfolgte ein nicht weiter recherchierbarer Eigentümerwechsel, 1874 wird Carl Schaaf Eigentümer und firmiert in altdeutscher Schreibweise als C. Schaaff, vormals J. F. Lenz, Steingutfabrik, ab 1907 Eigentümer Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken, 1859 entsteht in Zell ein zweite keramische Fabrik, die sog. Lower Fabrik (am unteren Tor gelegen), deren Mitinhaber der Kaufmann Georg Schmider wurde, 1897 (?) wurde Schmider Alleineigentümer und firmierte wohl spätestens zu dieser Zeit als Steingut- und Porzellanfabrik Georg Schmider, er kaufte außerdem die 1872 gegründete Fabrik Schaible & Co. sowie die 1818 gegründete Fabrik Haager, Hoerth & Cie. (dort war er früher Mitarbeiter) auf, Schmider entwickelte 1897/1898 eine eigene Firmenmarke (berankter Rundstempel), mußte aber noch kurze Zeit, wohl aus vertraglichen Gründen statt Georg Schmider, H.H. & Cie. in die Firmenmarke schreiben, wobei das H. H. für Haager Hoerth steht, das MEK bezeichnet diese Marke Schmiders als Übergangsmarke, siehe diese Marke bei MEK D/XVII/7, die Marke dieses MEK Exemplares ist Folgemarke, die erste uneingeschränkt eigenständige Marke Schmiders, siehe diese Marke auch bei MEK D/XVIII/5, nach 1900 benutzte Schmider auch andere Firmenmarken, Schmider engagierte bedeutende Künstler, u. a. Elisabeth Schmidt-Pecht, die wohl ausgehandelt hatte, dass Keramiken mit ihren Dekoren eine S P Kennzeichnung erhalten, das SP für Schmidt-Pecht wird manchmal als S für Steingut und P für Porzellan interpretiert, das ist falsch, bevor Schmider alle seine Fabriken zur Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken vereinigen konnte, kam es zu zeitlichen Verzögerungen, bedingt durch zwei Großbrände in Zell a. H., 1899 und 1904, die auch die Fabriken in Mitleidenschaft zogen, letztlich erfolgte die Gründung 1907, 1934 starb Schmider und sein bereits in der Geschäftsleitung beschäftigter Schwiegersohn Heinrich Haiss wurde neuer Inhaber, danach dessen Sohn Günter Haiss, die Fabrik war bis 1988 in Familienbesitz, Höhe 15 cm, Breite 15 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XVIII/5

Steingut- und Porzellanfabrik Georg Schmider und Nachf. Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken, Deutschland, Zell am Harmersbach, um 1900, Teller, Künstler Elisabeth Schmidt-Pecht, Werks.-Nr. 533, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke berankter Rundstempel mit Georg Schmider Zell a/H (für am Harmersbach), Wappen sowie
S P (für Schmidt-Pecht) braun unter Glasur, 533 sowie 2 gepresst, H oder 4 grün unter Glasur gemalt, signiert = gemarkt, Literatur: Otto Pelka, Keramik der Neuzeit, Markentafel XI, Marke Nr. 171 identisch sowie Seite 221, Erklärung zur Marke, dort falsch bezeichnet, statt Georg Schmider, Georg Schneider (Druckfehler oder Recherchefehler), die Fabrik Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken entstand im Gründungsjahr 1907 aus der Zusammenführung mehrerer Fabriken, im Juni 1790 wurde Joseph Anton Burger zum Fayencier-Handwerk zugelassen, am 22. 10.1794 gründete er die Zeller Fayencefabrik, 1802 traten Jakob Ferdinand Lenz und H. Schnitzler in die Fabrik ein, 1819 tritt Burger aus, wann Schnitzler austrat ist nicht bekannt, Lenz wird Alleineigentümer und firmiert J. F. Lenz Porzellan-, Steingut- und Majolikafabrik, 1869 erfolgte ein nicht weiter recherchierbarer Eigentümerwechsel, 1874 wird Carl Schaaf Eigentümer und firmiert in altdeutscher Schreibweise als C. Schaaff, vormals J. F. Lenz, Steingutfabrik, ab 1907 Eigentümer Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken, 1859 entsteht in Zell ein zweite keramische Fabrik, die sog. Lower Fabrik (am unteren Tor gelegen), deren Mitinhaber der Kaufmann Georg Schmider wurde, 1897 (?) wurde Schmider Alleineigentümer und firmierte wohl spätestens zu dieser Zeit als Steingut- und Porzellanfabrik Georg Schmider, er kaufte außerdem die 1872 gegründete Fabrik Schaible & Co. sowie die 1818 gegründete Fabrik Haager, Hoerth & Cie. (dort war er früher Mitarbeiter) auf, Schmider entwickelte 1897/1898 eine eigene Firmenmarke (berankter Rundstempel), mußte aber noch kurze Zeit, wohl aus vertraglichen Gründen statt Georg Schmider, H.H. & Cie. in die Firmenmarke schreiben, wobei das H. H. für Haager Hoerth steht, das MEK bezeichnet diese Marke Schmiders als Übergangsmarke, siehe diese Marke bei MEK D/XVII/7, die Marke dieses MEK Exemplares ist Folgemarke, die erste uneingeschränkt eigenständige Marke Schmiders, siehe diese Marke auch bei MEK D/XVIII/4, nach 1900 benutzte Schmider auch andere Firmenmarken, Schmider engagierte bedeutende Künstler, u. a. Elisabeth Schmidt-Pecht, die wohl ausgehandelt hatte, dass Keramiken mit ihren Dekoren eine S P Kennzeichnung erhalten, das SP für Schmidt-Pecht wird manchmal als S für Steingut und P für Porzellan interpretiert, das ist falsch, bevor Schmider alle seine Fabriken zur Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken vereinigen konnte, kam es zu zeitlichen Verzögerungen, bedingt durch zwei Großbrände in Zell a. H., 1899 und 1904, die auch die Fabriken in Mitleidenschaft zogen, letztlich erfolgte die Gründung 1907, 1934 starb Schmider und sein bereits in der Geschäftsleitung beschäftigter Schwiegersohn Heinrich Haiss wurde neuer Inhaber, danach dessen Sohn Günter Haiss, die Fabrik war bis 1988 in Familienbesitz, Durchmesser 25 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XVIII/7

Steingut- und Porzellanfabrik Georg Schmider und Nachf. Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken, Deutschland, Zell am Harmersbach, um 1898, Wandteller, Künstler Elisabeth Schmidt-Pecht, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke berankter Rundstempel (dieser von Schmider entworfen) mit H.H. & Cie. (für Haager & Hoerth) Zell a/H (für am Harmersbach), Wappen sowie S P (für Schmidt-Pecht) braun unter Glasur, A 5 gepresst, ungedeutetes Zeichen (evtl. ein Pfeil) geritzt, signiert = gemarkt, die Fabrik Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken entstand im Gründungsjahr 1907 aus der Zusammenführung mehrerer Fabriken, im Juni 1790 wurde Joseph Anton Burger zum Fayencier-Handwerk zugelassen, am 22. 10.1794 gründete er die Zeller Fayencefabrik, 1802 traten Jakob Ferdinand Lenz und H. Schnitzler in die Fabrik ein, 1819 tritt Burger aus, wann Schnitzler austrat ist nicht bekannt, Lenz wird Alleineigentümer und firmiert J. F. Lenz Porzellan-, Steingut- und Majolikafabrik, 1869 erfolgte ein nicht weiter recherchierbarer Eigentümerwechsel, 1874 wird Carl Schaaf Eigentümer und firmiert in altdeutscher Schreibweise als C. Schaaff, vormals J. F. Lenz, Steingutfabrik, ab 1907 Eigentümer Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken, 1859 entsteht in Zell ein zweite keramische Fabrik, die sog. Lower Fabrik (am unteren Tor gelegen), deren Mitinhaber der Kaufmann Georg Schmider wurde, 1897 (?) wurde Schmider Alleineigentümer und firmierte wohl spätestens zu dieser Zeit als Steingut- und Porzellanfabrik Georg Schmider, er kaufte außerdem die 1872 gegründete Fabrik Schaible & Co. sowie die 1818 gegründete Fabrik Haager, Hoerth & Cie. (dort war er früher Mitarbeiter) auf, Schmider entwickelte 1897/1898 eine eigene Firmenmarke (berankter Rundstempel), mußte aber noch kurze Zeit, wohl aus vertraglichen Gründen statt Georg Schmider, H.H. & Cie. in die Firmenmarke schreiben, wobei das H. H. für Haager Hoerth steht, das MEK bezeichnet diese Marke Schmiders als Übergangsmarke, die Folgemarke ist die erste uneingeschränkt eigenständige Marke Schmiders, siehe diese erste Marke bei MEK D/XVIII/4 und MEK D/XVIII/5, nach 1900 benutzte Schmider auch andere Firmenmarken, Schmider engagierte bedeutende Künstler, u. a. Elisabeth Schmidt-Pecht, die wohl ausgehandelt hatte, dass Keramiken mit ihren Dekoren eine S P Kennzeichnung erhalten, das SP für Schmidt-Pecht wird manchmal als S für Steingut und P für Porzellan interpretiert, das ist falsch, bevor Schmider alle seine Fabriken zur Georg Schmider Vereinigte Zeller Keramische Fabriken vereinigen konnte, kam es zu zeitlichen Verzögerungen, bedingt durch zwei Großbrände in Zell a. H., 1899 und 1904, die auch die Fabriken in Mitleidenschaft zogen, letztlich erfolgte die Gründung 1907, 1934 starb Schmider und sein bereits in der Geschäftsleitung beschäftigter Schwiegersohn Heinrich Haiss wurde neuer Inhaber, danach dessen Sohn Günter Haiss, die Fabrik war bis 1988 in Familienbesitz, Durchmesser 33 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXI/1

Elisabeth Schmidt-Pecht, Deutschland, Konstanz, um 1906, Vase, Künstler Elisabeth Schmidt-Pecht, Werks.-Nr. 265, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit ESP und Konstanzer Wappen, 265 sowie 9 oder 6 gepresst, signiert = gemarkt, Literatur: Horst Makus, Keramik aus Historismus und Jugendstil, Seite 190, Beschreibung der Manufaktur, weitere Literatur: Otto Pelka, Keramik der Neuzeit, Seite 188, dort Hinweis auf Elisabeth Schmidt-Pecht und Ihre Motive mit volkstümlicher Schlickermalerei sowie Markentafel V, Marke Nr. 73 identisch, Höhe 15 cm, Breite 12 cm