Fotos und Beschreibung

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/1

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, um 1886, Krug, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 432, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther), 432, B (blau) sowie 1 L. über Eichstrich gepresst, B. im Dekor geritzt, gesetzlich geschützt. rot gestempelt, nicht gedeuteter blauer Punkt, signiert B., Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, das MEK Exemplar wurde als Halbfertigfabrikat von der Firma Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick bezogen (die Zuordnung ergibt sich aus dem Stempel der Literung) und von der Steinzeugfabrik Hauber & Reuther mit einem Ritzdekor versehen, welches mit kräftigen Emailfarben bemalt wurde, die Künstlersignatur B. konnte nicht aufgelöst werden, Ausführung als Elfenbeinsteinzeug, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, der MEK Exemplar Literstempel wurde in der Zeit von 1886 bis 1897 von der Fabrik Merkelbach & Wick verwendet, die HR Marke wurde von Hauber & Reuther in der Zeit um 1886 für alle von M & W bezogenen Hablbfertigfabrikate verwendet,
Höhe 19 cm, Breite 15 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/2

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1882 -1886, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 158, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther), 158 sowie ½ L schräg über Eichstrich gepresst, L (wohl Kürzel des Dekorateurs) geritzt, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, das MEK Exemplar ist eine vollständige Eigenproduktion von H & R, der MEK Exemplar Literstempel wurde in der Zeit von 1882 bis 1886 verwendet, die HR Marke wurde von Hauber & Reuther in der Zeit um 1882 bis 1886 verwendet, die Dekorateurkürzel wurden in der Zeit von 1876 bis 1886 verwendet, die Ähnlichkeit mit bestimmten Seideln von Villeroy & Boch, die vom Künstler Georg Christian Warth mit Bier trinkenden Männern dekoriert worden sind, sind unverkennbar, gleichfalls ist die Qualität des Gesamtfabrikats mit Villeroy & Boch vergleichbar, wenn nicht sogar höher einzuschätzen, vergleiche hierzu den MEK Seidel von Villeroy & Boch D/VIII/34,
Höhe 11,5 cm, Breite 13,5 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/3

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, um 1886, Kanne, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 248, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther) sowie 248 gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, gemäß dieser homepage, wurde die HR Marke des MEK Exemplares von Hauber & Reuther in der Zeit um 1886 für alle von Merkelbach & Wick bezogenen Hablbfertigfabrikate verwendet, die Zinnmontur wurde von Hauber & Reuther selbst gefertigt, im Zinndeckel findet sich folgende Pressung: HR. RZ., für Hauber & Reuther Reichs Zinn, keine Literangabe, MEK Nachmessung: 1,5 L,
Höhe 20,5 cm, Breite 16,5 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/4

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1882 -1886, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 249, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther), 249, zwei ungedeutete Striche sowie ½ L schräg über Eichstrich gepresst, L (wohl Kürzel des Dekorateurs) geritzt, seitlich an der Zinnmontur J T darunter nicht lesbarer Buchstabe gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, das MEK Exemplar ist eine vollständige Eigenproduktion von H & R, der MEK Exemplar Literstempel wurde in der Zeit von 1882 bis 1886 verwendet, die HR Marke wurde von Hauber & Reuther in der Zeit um 1882 bis 1886 verwendet, die Dekorateurkürzel wurden in der Zeit von 1876 bis 1886 verwendet, die Pressung J T ? an der Zinnmontur konnte nicht aufgelöst werden, der Trinkspruch des Seidels wurde auch für andere Seidel der Fabrik verwendet, siehe dazu MEK D/CXV/5 Seidel Werks.-Nr. 244, mit anderer Form, ähnlichem Dekor und gleichem Trinkspruch mit fast identischer Schriftart, Höhe 13,5 cm, Breite 13,5 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/5

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1882 -1886, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 244, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther), 249 sowie ½ L schräg über Eichstrich gepresst, L (wohl Kürzel des Dekorateurs) geritzt, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, das MEK Exemplar ist eine vollständige Eigenproduktion von H & R, der MEK Exemplar Literstempel wurde in der Zeit von 1882 bis 1886 verwendet, die HR Marke wurde von Hauber & Reuther in der Zeit um 1882 bis 1886 verwendet, die Dekorateurkürzel wurden in der Zeit von 1876 bis 1886 verwendet, der Trinkspruch des Seidels wurde auch für andere Seidel der Fabrik verwendet, siehe dazu MEK D/CXV/4 Seidel Werks.-Nr. 249, mit anderer Form, ähnlichem Dekor und gleichem Trinkspruch mit fast identischer Schriftart, Höhe 13,5 cm, Breite 13 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/6

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1878 -1882, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber X am Boden geritzt sowie ½ L neben Eichstrich gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, der MEK Seidel ist gemäß des Literungsstempels ein Produkt aus der Zeit 1878 – 1882, der Seidel ist der Firma Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co. oder der Steinzeugfabrik Schön & Hauber zuzuordnen, siehe hierzu die o. g. Übersichert von McGregor, sogenannter Schützenkrug oder Jägerkrug, Ausführung als salzglasiertes Steinzeug, blau und manganbraun bemalt,
Höhe 13,8 cm, Breite 13 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/7

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1881, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 136, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber 136 gepresst, SL (?, wohl Kürzel des Dekorateurs) geritzt, im Zinndeckel 27 gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther, der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, die Fabrikzuordnung erfolgt auf Grund des Dekorateurkürzels und der typisch dreistelligen, gepressten und mit farbiger Glasur ausgemalten Werks.-Nr., die zeitliche Einordnung erfolgt durch die frühe Werks.-Nr, durch das Fehlen eines Literungsstempels und durch das Fehlen einer Firmenmarke, da die Fabrikate erst ab 1882 mit einer Firmenmarke versehen worden sind, der Seidel ist der Firma Steinzeugfabrik Albert Hauser & Co. zuzuordnen, weil der Seidel MEK D/CXV/2 mit der Werks.-Nr. 158 bereits die HR Firmenmarke trägt und damit der Steinzeugfabrik Hauber & Reuther zuzuordnen ist, somit könnte zwischen der Werks.-Nr. 136 und der Werks.-Nr. 158 der Übergang auf Hauber & Reuther erfolgt sein, die Dekorateurkürzel wurden in der Zeit von 1876 bis 1886 verwendet, Ausführung als Steinzeug grau, hellblau und dunkelblau (violettblau) salzglasiert,
Höhe 13 cm, Breite 14 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/8

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, vor/um 1881, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 95, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber 85 gepresst, L (?, wohl Kürzel des Dekorateurs) geritzt, vier kleine Zeichen (nicht gedeutet) gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther, der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, die Fabrikzuordnung erfolgt auf Grund des Dekorateurkürzels und der typischen gepressten und mit farbiger Glasur ausgemalten Werks.-Nr., die zeitliche Einordnung erfolgt durch die frühe Werks.-Nr, durch das Fehlen eines Literungsstempels und durch das Fehlen einer Firmenmarke, da die Fabrikate erst ab 1882 mit einer Firmenmarke versehen worden sind, der Seidel ist der Firma Steinzeugfabrik Albert Hauser & Co. oder der Steinzeugfabrik Schön & Hauber zuzuordnen, weil der Seidel MEK D/CXV/2 mit der Werks.-Nr. 158 bereits die HR Firmenmarke trägt und damit der Steinzeugfabrik Hauber & Reuther zuzuordnen ist, die Dekorateurkürzel wurden in der Zeit von 1876 bis 1886 verwendet, Ausführung als Steinzeug grau, hellblau und dunkelblau (violettblau) salzglasiert,
Höhe 13,2 cm, Breite 13,7 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/9

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1882 -1886, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 201, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther), 201 sowie Gesetzlich geschützt gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, die HR Marke wurde von Hauber & Reuther in der Zeit um 1882 bis 1886 verwendet, wobei dieser Seidel einige Fragen aufwirft, die Werks.-Nr. spricht für eine Datierung um 1882, das Material ist entweder Porzellan, dann müßte der Seidel ab 1886 produziert worden sein, weil Hauber & Reuther angeblich erst ab dieser Zeit die Produktion auf Porzellan umgestellt hat oder Hauber & Reuther hat schon vor 1886 Porzellan produziert oder der Seidel ist vom Material kein Porzellan sondern irgendeine Steingzeugmischung, die durch die Glasur wie Porzellan wirkt, für eine Produktionszeit um 1882 sprechen die frühe Werks.-Nr. und dass sich am Seidel keine Literungsangabe befindet, da das Gesetz zur Aichung der Schankgefässe erst ab 1884 endgültig praktisch umgesetzt worden ist, Höhe 14,7 cm, Breite 12,3 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CXV/10

Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, vormals Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., vormals Steinzeugfabrik Schön & Hauber, vormals Steinzeugfabrik Schön & Borho, Deutschland, Freising, 1882 -1886, Seidel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. 155, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit HR (für Hauber & Reuther), 155 sowie Gesetzlich geschützt gepresst, ½ L über Eichstrich in die farbige Glasur geritzt resp. gekratzt, im Zinndeckel HR. RZ. (für Hauber & Reuther Reichs Zinn) gepresst, nicht signiert, Literatur: Irmgard und Werner Endres, Regensburger Steinzeug, S 13, Beschreibung zu Max Borho und zu Hauber & Reuther sowie Seite 48, HR Marke als Hauber & Reuther vermutet (erst 1988/90 wurde durch Grabungen auf dem ehemaligen Fabrikgelände diverse keramische Abfälle gefunden, die mit HR gemarkt waren und somit den Beweis für die Zuordnung der Marke HR zu Hauber & Reuther lieferten), der um 1870 in der Westerwälder keramischen Industrie arbeitende Max (Maximilian) Borho gründete 1874 zusammen mit August Zinkl und dessen Schwager Rudolf Thaller in Regensburg die keramische Fabrik Borho Zinkl & Comp. Steinzeug-Manufactur & Fabrikation imitirter alterthümlicher Schau- & Trinkgefäße, die spätere Steinzeugfabrik von Gustav Friedrich Thenn, da es in der Regensburger Gegend keine hochwertigen Tone gab, war es sicher Borho, der Tonlieferung aus dem Westerwald organisierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließlich von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, diese Vorgeschichte zu Max Borho ist insofern wichtig, weil Borho bereits im September 1875 seine Anteile an der Regensburger Firma verkauft und ab 1876 in Freising Mitbegründer der Steinzeugfabrik Adam Schön & Max Borho wird, auch diese Fabrik bezieht das Tonmaterial aus dem Westerwald, sicher auch nur von der Firma Reinhold Hanke Fabrik altdeutscher Steinzeug-Krüge, Borho verläßt diese Fabrik noch im Gründungsjahr und Albert Hauber aus Ludwigsburg wird Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Schön & Hauber, 1878 verkauft Adam Schön seine Anteile an Albert Hauber, die Firmierung lautet nun Steinzeugfabrik Albert Hauber & Co., ab 1882 wird Hans Reuther Miteigentümer, die Fabrik firmiert als Steinzeugfabrik Hauber & Reuther, im Jahre 1886 verloren auf Grund auslaufender Verträge und mit dem Tode von Reinhold Hanke (22.06.1886) sowohl die o. g. Regensburger Fabrik als auch die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther die Geschäftsgrundlage, da kein Ton aus dem Westerwald mehr bezogen werden konnte, die Thenn’sche Fabrik in Regensburg stellte die Produktion ein und die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther stellte die Produktion auf Porzellan um, gleichzeitig verschaffte sich die Fabrik Lieferverträge für Halbfertigprodukte mit folgenden Westerwälder Fabriken, erstens, der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach und Wick (Lieferung von 1886 bis 1897), zweitens, Simon Peter Gerz I. Fabrik antiker reichverzierter Steinzeugwaaren und drittens, Albert Jacob Thewalt, Fabrik fein verzierter Steinzeugwaren, die Steinzeugfabrik Hauber & Reuther dekorierte und veredelte die Halbfertigprodukte, nicht recherchiert werden konnte, ob die Fabrik ab Zulieferung der Halbfertigprodukte aus dem Westerwald nur noch als Veredler tätig war oder ob auch weiterhin Porzellan produziert wurde, sicher ist, dass ab 1886 keine eigenen Steinzeugartikel mehr hergestellt worden sind, bis 1882 war keine Fabrikmarke im Gebrauch, die Produkte vor 1882 sind nur durch die Art und Weise der Literung erkennbar, soweit überhaupt eine solche angebracht worden ist, ab 1882 erfolgte die Markung mit sich ändernden HR Stempeln und HR Aufmalungen, manchmal in Kombination mit Marken der o. g. Westerwälder Halbfertigfabrikatproduzenten, die Fabrik stellte 1907 die Produktion ein, auf der homepage http://home.kendra.com/altekruge/pss/marksetc.htm findet sich eine von John McGregor zusammengestellte Übersicht über die verschiedenen Literstempel und Fabrikmarken, die HR Marke wurde von Hauber & Reuther in der Zeit um 1882 bis 1886 verwendet, wobei dieser Seidel einige Fragen aufwirft, die Werks.-Nr. spricht für eine Datierung um 1882, das Material ist entweder Porzellan, dann müßte der Seidel ab 1886 produziert worden sein, weil Hauber & Reuther angeblich erst ab dieser Zeit die Produktion auf Porzellan umgestellt hat oder Hauber & Reuther hat schon vor 1886 Porzellan produziert oder der Seidel ist vom Material kein Porzellan, sondern irgendeine Steingzeugmischung, die durch die Glasur wie Porzellan wirkt, für eine Produktionszeit um 1882 spricht auf jeden Fall die frühe Werks.-Nr.,
Höhe 14,2 cm, Breite 12,3 cm (nur die Keramik)