Kurzbiografie und Inventar zum Künstler

Gustav Heinkel wurde am 02.11.1907 in Karlsruhe geboren. Er starb wohl 1945 an einem unbekannten Ort, da er seit diesem Zeitpunkt, als im Krieg vermisst gemeldet ist.
Heinkel lernte nach dem Besuch des Realgymnasiums von 1923 bis 1925 in der Staatlichen Majolika-Manufaktur Karlsruhe A.G. Er wurde als keramischer Maler ausgebildet. Von 1926 bis 1928 arbeitete er im Atelier von L. König mit und wurde dort auch im Modellieren und in der Glasurtechnik ausgebildet. Für den Zeitraum eines halben Jahres studierte er an der Landeskunstschule in Karlsruhe. Später noch Bildhauerei in München. Er schuf Modelle für die Manufakturen M. Pfeiffer, B. Schäfer und P. Scheurich, außerdem zahlreiche Modelle für die Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe A.G.
Heinkel arbeitete an Auftragswerken der Manufaktur für den öffentlichen Raum mit. Von 1941 an, war er als Lehrer an der Meisterschule für Handwerk in Straßburg tätig. Im Jahre 1944 wurde er in den Kriegsdienst einberufen und gilt seit 1945 als vermisst.

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/II/11

Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe AG, Deutschland, Karlsruhe, um 1935, Teedose, Künstler Gustav Heinkel, Werks.-Nr. 3968, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Karlsruher Werksmarke sowie 3968 mitgegossen, nicht signiert, Literatur: Monika Bachmayer und Peter Schmitt, Karlsruher Majolika 1901 bis 2001, Seite 115, Werksverzeichnis sowie Seite 231, Marke Nr. 8 identisch, Höhe 11,7 cm, Breite 10 cm