Fotos und Beschreibung

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CLXIXI/1

Porzellanfabrik Gebrüder Schoenau und Nachf. Porzellanfabrik Gebr. Schoenau, Swaine & Co. GmbH, Deutschland, Hüttensteinach, um 1920, Vase, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt S (für Schoenau) in einer Hütten ähnlichen Umrahmung dunkelgrüner Stempel unter Glasur, 2018 gepresst (evtl. Formnummer), schwer zu erkennende Buchstaben in Gold auf Glasur (Malerzeichen wohl für die Goldmalerei), nicht signiert, Robert E. Röntgen, Deutsche Porzellanmarken von 1710 bis heute, Seite 137, Marke Nr. 991 identisch (dort beschrieben für die Zeit von 1900 bis 1920), weitere Literatur: Dieter Zühlsdorff, Markenlexikon Band 1, Porzellan und Keramik Report 1885 – 1935, Seite 118, Werkteil 1, Gruppennummer 1., laufende Nummer der Gruppe 2534, dort identische Marke (für die Zeit nach 1900) sowie Seite 525, Werkteil Nr. 3, laufende Nummer des Werkteils 553, dort Beschreibung der Fabrik, weitere Literatur: Emanuel Poche, Porzellanmarken aus aller Welt, Marke Nr. 971 identisch, dort mit dem Zusatz Hüttensteinach als blauer Stempel (für die Zeit nach 1865), weitere Literatur: Gustav Weiß, Ullstein Porzellanbuch, Seite 264, Marke Nr. 5 identisch, dort mit dem Zusatz Hüttensteinach, weitere Literatur: J.G. Th. Graesse und E. Jaennicke, Führer für Sammler von Porzellan und Fayence, Steinzeug, Steingut usw., Seite 464, Marke Nr. 12 identisch, die Firmengeschichte der Fabrik hat enge historische Verbindungen zur Porzellanfabrik Swaine & Co., mit der sie sich letztlich 1920 vereinigte, insofern greift das MEK bei der Fabrikbeschreibung auch auf die Historie der Porzellanfabrik Swaine & Co. zurück, 1854 gründete Robert Swaine die Porzellanfabrik in Hüttensteinach, Firmierung Porzellanfabrik Swaine & Co., zuvor war Robert Swaine Mitgesellschafter einer anderen Porzellanfabrik in Hüttensteinach, deren Teilhaber er durch Abkauf der Anteile des Herrn August Arnoldi wurde, gegründet wurde diese Porzellanfabrik 1817 durch den Kommerzienrat Greiner aus Meiningen und den Hofkammerrat Künzel, das ist insofern interessant, weil diese Porzellanfabrik 1859 durch die Brüder Carl und Eduard Schoenau ersteigert und an die Porzellanfabrik Swaine und Co. verpachtet wurde, insofern ist anzunehmen, dass die Porzellanfabrik Swaine und Co. seit 1859 an zwei Standorten in Hüttensteinach Porzellan produzierte, zumindest bis 1864, als die Brüder Schoenau selbst in dieser Fabrik die Porzellan Produktion aufnahmen, die Firmierung der Porzellanfabrik ist von 1817 bis 1864 nicht geklärt aber ab 1864 sicher Porzellanfabrik Gebrüder Schoenau, 1856 tritt der Bruder von Robert Swaine, William Swaine in die Porzellanfabrik Swaine & Co. ein, von 1869 bis 1907 ist William der Geschäftsführer der Fabrik, um 1900 führt Theodor Schmuz-Baudiss in der Fabrik Versuche im Unterglasurdekor aus, dies im Auftrag der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, München, ab 1907 ist der Schwiegersohn von William Swaine, Georg Conta Inhaber der Fabrik, 1917 wird die Fabrik von Kommerzienrat Albert Schoenau, wahrscheinlich ein Sohn einer der Brüder Carl oder Eduard Schoenau, übernommen und 1920 erfolgt der Zusammenschluss der Porzellanfabrik Gebrüder Schoenau und der Porzellanfabrik Swaine & Co. zur Porzellanfabrik Gebr. Schoenau, Swaine & Co. GmbH, ab 1920 wird auch so firmiert, 1932 sind Inhaber: Frau Geheimrat Schoenau, Adolf Günther Schoenau und Horst Schoenau, ab 1935 werden die beiden Fabriken in die Produktion von Gebrauchs- Laboratorium- und Elektrotechnische Porzellan aufgeteilt und wahrscheinlich ab da kein Kunstporzellan mehr produziert, nach WK II werden die Fabriken verstaatlicht,
Höhe 13,5 cm, Breite 9,7 cm