D/XC/2

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XC/2

Porzellanfabrik Marktredewitz Jäger & Co., vormals Porzellanfabrik Jäger, Thomas & Co., Deutschland, Marktredewitz, um 1955, Zierteller, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit Pfau, darunter Jäger, darunter BAVARIA-GERMANY sowie ungedeutetes Zeichen grüne Stempel unter Glasur (Marke verwendet zwischen 1950 – 1960), nicht signiert, Literatur: Otto Pelka, Keramik der Neuzeit, Markentafel VI, Markenkasten 88 identische Marke (dort nur der Pfau abgebildet), Seite 211, Herstellerverzeichnis, Marktredewitz, Porzellanfabrik Marktredewitz Jäger & Co. Nr. 88 sowie Seite 219, Namenverzeichnis, Jäger & Co., Marktredewitz M 88, weitere Literatur: Emanuel Poche, Porzellanmarken aus aller Welt, Marke Nr. 111 identisch (dort nur der Pfau abgebildet), weitere Literatur: Gustav Weiß, Ullstein Porzellanbuch, Seite 278, Marke Nr. 12 identisch (dort nur der Pfau abgebildet), 1898 gründeten die Brüder Christoph und Wilhelm Jäger sowie Friedrich (Fritz) Thomas die Porzellanfabrik Jäger, Thomas & Co., Baubeginn ab 1897 unter Leitung von Fritz Thomas (geb. 28.05.1965, gest. 12.10.1940), Anm. MEK: es gibt Darstellungen, dass die Fabrik bereits 1872 gegründet worden sein soll und Thomas bereits vor 1998 ausgeschieden ist, da Thomas im Jahre 1872 erst sieben Jahre alt war, ist diese Fabrikdarstellung falsch, möglich ist, dass die Fabrik auf einem Gelände und unter evtl. Mitnutzung bereits vorhandener Gebäude einer kleineren Porzellandekorations Firma gegründet worden ist, unter Leitung des fachkundigen Thomas, wurden nachweislich neue Fabrikgebäude und Brennöfen gebaut und Maschinen angeschafft, die Fabrik war ebenso nachweislich die erste Porzellanfabrik in Marktredewitz, 1902 schied Fritz Thomas aus und gründete mit Karl Ens in Martkredewitz eine Porzellanfabrik (siehe dort), die Brüder Jäger führten die Fabrik weiter, sie änderten die Firmierung in Porzellanfabrik Marktredewitz Jäger & Co., in der Zeit von 1905 bis 1936 leitete Friedrich (Fritz) Jäger, Sohn von Wilhelm Jäger die Fabrik, ab 1936 leitete der Sohn von Fritz Jäger, Heinz Jäger die Fabrik, dieser fiel 1944 an der Ostfront und seine Witwe Gerda Jäger übernahm die Leitung der Fabrik, Anfang der 1920‘ Jahre eröffnete die Fabrik in München-Nymphenburg ein künstlerisch betriebenes Atelier, in München lebten viele hervorragende Porzellanmaler und viele namhafte Künstler, die Münchner Dependance bestand bis ca. 1930, dort wurden auch die berühmten Moccatassen dekoriert, einerseits mit herausragender Malerei andererseits nach Entwürfen berühmter Künstler der Zeit, die Weissware kam stets vom Stammwerk in Marktredewitz, evtl. wurde ein Teil der Weissware auch in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur dekoriert, die Fabrik wurde 1986 geschlossen,
Durchmesser 24 cm