Kurzbiografie und Inventar zum Künstler

Carl Franz Moos wurde am 29.10.1878 in München geboren. Er starb am 09.07.1959 in Zürich. Er war als Maler, Graphiker und Bühnenbildner tätig sowie Mitglied der Künstlergruppe “Die Sechs”.
Seine Ausbildung zum Akt- und Modellzeichner erhielt er in München. Ab 1897 war er Illustrator der Zeitung “Münchner Tagespresse”. Er schuf diverse Entwürfe für Plakate und auch Entwürfe für die Westerwälder Steinzeugindustrie. 1916 siedelte er nach Zürich um.

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XXXVII/63

Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, Deutschland, Höhr, um 1910, Becher, Künstler Carl Moos, Werks.-Nr. 1890, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber ¼ L. über Eichstrich, 1890 sowie 13 gepresst, CM (für Carl Moos), 1404 sowie Ges. Gesch. (für Gesetzlich Geschützt) schwarz gemalt, signiert CM, Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 203, Beschreibung der Fabrik, außerdem dort beschrieben, dass eine eigene Firmenmarke (Anmerkung MEK: die stilisierte Töpfermarke, bestehend aus Mittelachse, daran Antriebstretscheibe, diese immer in einem quadratischen oder trapezförmigen Rahmen) erst Anfang der 1920‘ Jahre eingeführt worden ist und dass Erzeugnisse der früheren Jahre oft mit dem Schriftzug „Gesetzl. Geschützt“ (Anmerkung MEK: richtige Schreibweise des Stempels eigentlich mit Großbuchstaben und nicht wie bei Schimanski klein geschrieben, also GESETZL. GESCHÜTZT) gemarkt sind, dieser Beschreibung stimmt das MEK bezüglich der Firmenmarke nicht zu, das MEK Exemplar D/XXXVII/64 widerlegt diese Aussage, vor, bis um 1900, wurde der M & R. darunter H. in einem Rechteck Stempel verwendet, diesen gibt es auch noch als ausgeschriebene Variante (MARZI & REMY darunter HÖHR.), dann nicht in einem Rechteck, sogar mit dem Zusatzstempel GESETZL. GESCHÜTZT, siehe http://www.steinmarks.co.uk/pages/pv.asp?p=stein164, dort unter Marzi & Remy diese Stempelvariante abgebildet als auch die Stempelvariante des oben genannten MEK Exemplares, M & R. darunter H. steht nicht für Merkelbach & Remy, einer Westerwälder Fabrik, die in der gleichen Zeit produzierte und für die bisher in der Fachliteratur noch keine Firmenmarke nachgewiesen worden ist, weil sich diese Fabrik in Grenzhausen und nicht in Höhr befand, bis 1936 waren die beiden Ortschaften eigenständig und wurden erst am 01.04.1936 zusammen mit der Gemeinde Grenzau zu Höhr-Grenzhausen zusammengeschlossen, die Fabrik wurde 1879 von Anton Marzi und seinem Schwager Simon Peter Remy in Höhr gegründet und firmierte als Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, ab 1881 wurde eine eigene Zinngießerei angeschafft und ab 1883 neben dem grau – blau salzglasiertem Steinzeug auch Elfenbeinsteinzeug produziert, Simon Peter Remy verstarb 1919 und sein Sohn Werner Remy trat in die Fabrik ein, 1924 verstarb Anton Marzi und sein Schwiegersohn Johann Otto Bühler trat in die Fabrik ein, Werner Remy verließ 1931 die Fabrik, 1941 trat Johann Otto Bühlers Sohn Otto Bühler in die Fabrik ein und 1953 dessen Sohn Otto Georg Bühler, die Fabrik war bis zum Konkurs in den 1990‘ Jahren immer in Familienbesitz, Fabrikzuordnung: erfolgt auf Grund der für Marzi & Remy typischen Bodenpressung von zwei Zahlen, wobei eine immer vierstellig und die andere immer zweistellig ist, der Becher ist sicher einem Set von Bechern für eine Bowle zugehörig,
Höhe 13 cm, Breite 8 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XLV/48

Steinzeug- & Thonwaarenfabrik, Zinngiesserei & Malerei Reinhold Merkelbach und Nachfolger Steinzeug- und Hartsteingutfabrik, Zinngießereien und Malereien Reinhold Merkelbach, Deutschland, Grenzhausen, um 1902, Seidel, Künstler Richard Riemerschmid (Form) sowie Carl Moos (Dekor), Werks.-Nr. 1741, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber der von Richard Riemerschmid 1902 entworfene Stempel mit No 1741. und darunter geschützt, D sowie 0,5 L. neben Eichstrich gepresst, CM. (für Carl Moos) ligiert schwarz gemalt, auf dem Bolzen der Zinnmontur JR darunter M (für Josef Reinemann, München) gepresst, signiert CM, Literatur: Gisela Reineking von Bock, Meister der deutschen Keramik, Seite 221 ff., Fabrikbeschreibung, weitere Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 77 ff., Fabrikbeschreibung, Seite 94, Abbildung 201, identischer Seidel Werks.-Nr. 1741 bezüglich Form, Henkel und Zinnmontur (allerdings hier mit einem der Originaldekore von Riemerschmid), weitere Literatur: Beate Dry-v. Zezschwitz, Westerwälder Steinzeug des Jugendstils I, R. Merkelbach Grenzhausen und München, Nachdruck der Spezialpreisliste 1905, Seite 31, Marke Nr. 19 identisch, mit Hinweis Bodenstempel Krug Nr. 1741, Entwurf des Stempels 1902, Seite 55, Abbildung Nr. 36, identischer Seidel Werks.-Nr. 1741 bezüglich, Form, Henkel und Zinnmontur (allerdings hier mit einem der Originaldekore von Riemerschmid) sowie Seite 87, Tafel 75, Abbildung 1741 ½, dito dieser Seidel, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 61, Abbildung 41 a, identischer Seidel Werks.-Nr. 1741 bezüglich, Form, Henkel und Zinnmontur (allerdings hier mit einem der Originaldekore von Riemerschmid), Seite 208, Beschreibung der Fabrik sowie Seite 209, Marke Nr. 18 a identisch sowie Seite 244, Abbildung 1741 ½, dito dieser Seidel, 1845 gründete Wilhelm Merkelbach (1817 – 1859) in Grenzhausen eine Kannenbäckerei, wann sich diese zur Steinzeugfabrik weiterentwickelte und wie diese Fabrik firmierte konnte nicht recherchiert werden, nach dem frühen Tod von Wilhelm Merkelbach übernahm dessen Sohn Wilhelm Reinhold Merkelbach (1847 – 1891) die Fabrik, wie Reinhold Merkelbach direkt nach der Übernahme firmierte konnte nicht recherchiert werden, spätestens ab 1892 firmierte die Fabrik als Steinzeug- & Thonwaarenfabrik, Zinngiesserei & Malerei Reinhold Merkelbach, dies ergibt sich aus dem Preis-Courant des Jahres 1892, seit 1878 hatte die Fabrik ein Fabriklager in München, welches ab 1891 als Bierkrugfabrikniederlage, Inh. Tosca Merkelbach, Grenzhausen bezeichnet wurde, nach Reinhold Merkelbachs Tod 1891 führte seine Witwe Tosca Merkelbach die Fabrik weiter, bis die Söhne Paul Merkelbach (1882 – 1917) und Reinhold Merkelbach (1885 – 1918) am 23.05.1907 die Fabrik übernahmen, ab 1905 firmierte die Fabrik als Steinzeug- und Hartsteingutfabrik, Zinngießereien und Malereien Reinhold Merkelbach, dies ergibt sich aus der Spezialpreisliste des Jahres 1905, im Zuge der Fabrikübergabe an die Söhne wurde die Niederlage in München gelöscht und dafür als selbstständiges Unternehmen neu gegründet, nach dem beide Söhne im WK I gefallen waren, übernahm wieder Tosca Merkelbach die Leitung der Fabrik, 1911 gründete die Fabrik zusammen mit den Fabriken Müller, Hanke und Gerz die Steinzeugwerke Höhr-Grenzhausen GmbH, um sich gegenseitig im Vertrieb und in der Produktion zu befördern, bis zum Jahre 1918 stiegen die Fabriken Müller, Hanke und Gerz wieder aus der GmbH aus, Merkelbach übernahm viele der Formen der anderen Fabriken und die GmbH ging im Laufe der nächsten Jahre in die Steinzeugfabrik Reinhold Merkelbach auf, während des Bestehens der GmbH stellten die Fabriken jeweils auch Steinzeuge nach den Formen der anderen Fabriken her, die GmbH hatte keinen eigenen Markenstempel, die Produkte, auch die nach den Formen der anderen Fabriken hergestellten, wurden mit der jeweils eigenen Marke gekennzeichnet soweit überhaupt gemarkt worden ist, nach Tosca Merkelbachs Tod führte die Schwiegertochter Gertrud Merkelbach, wohl zusammen mit anderen Verwandten und nicht verwandten Geschäftsführern die Fabrik weiter, 1957 übernahm Prof. Reinhold Paul Bernhard Merkelbach (1918 – 2006), ein Enkel von Reinhold Merkelbach, die Leitung der Fabrik, ab 1970 änderte die Fabrik mehrmals ihre Firmierung und ab 1971 stieg die Goebel’sche Porzellanfabrik erst mit 50 % später dann mit 100 % in die Eigentumsverhältnisse der Fabrik ein, 1988 kauften Familienangehörige der Merkelbachs zusammen mit Investoren die Fabrik zurück, ab 1995 bis 2007 leitete die Familienangehörige Judith Engelmann, geb. Merkelbach die Fabrik, 2007 wurde die Produktion aufgegeben und die Steinzeugfabrik Matthias Girmscheid übernahm viele der Formen, sowohl Goebel als auch Girmscheid produzierten viele Jugendstilentwürfe als Neuauflagen, beim MEK Exemplar lieferte die Fabrik von Reinhold Merkelbach lediglich den Rohling als Halbfertigfabrikat und versah diesen mit der von Riemerschmid entwickelten Markung, die Fertigstellung hinsichtlich Bemalung und Zinnmontur und sicher auch die Bestellung erfolgte durch die Münchner Firma Steinzeug- und Porzellanmalerei, Eulerei und Zinngießerei Josef Reinemann, diese firmierte so in der Zeit von 1873 bis 1902 und wurde danach bis in die 1930‘ Jahre als Steinzeug- und Porzellanmalerei Reinemann & Lichtinger weitergeführt, das MEK Exemplar D/LIII/20 der Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach & Wick, zeigt den fast identischen Seidel hinsichtlich der Form, mit abweichendem Henkel, das Dekor ist identisch und mit CM signiert, die Zinnmontur ist identisch und ebenfalls mit JRM gemarkt, sehr wahrscheinlich war die Firma Steinzeug- und Porzellanmalerei, Eulerei und Zinngießerei Josef Reinemann der Auftraggeber für dieses Replikat, der 1,8 cm breite und 0,5 cm hohe 0,5 Literstempel des MEK Exemplares D/XLV/48 dient als Referenzstempel für ungemarkte Fabrikate der Fabrik Reinhold Merkelbach, Höhe 10,5 cm, Breite 13,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LIII/4

Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach & Wick und Nachfolger Steingutfabrik Wick Werke AG, Vereinigte Fabriken Merkelbach & Wick und Merkelbach, Stadelmann & Co., Deutschland, Grenzhausen, um 1910, Seidel, Künstler Carl Moos, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke Rundstempel mit M & W sowie Gr. (für Merkelbach, Wick, Grenzhausen), N sowie ½ L über Eichstrich gepresst, CM.83 schwarz gemalt, signiert CM (für Carl Moos), Literatur: Gisela Reineking von Bock, Meister der deutschen Keramik, Seite 329, Marke Nr. 214 identisch, weitere Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 109, Fabrikbeschreibung sowie Marke Nr. 36 identisch, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 216, Marke Nr. 36 identisch, weitere Literatur: Beate Dry-von Zezschwitz, Westerwälder Steinzug des Jugendstils I, Reinhold Merkelbach, Spezialpreisliste 1905, Seite 10 ff., Fabrikbeschreibung, der 1840 geborene Friedrich Wilhelm Merkelbach (gest. 1896) betrieb eine Kannenbäckerei oder bereits eine keramische Fabrik, die unter dem Namen F. W. Merkelbach II. firmierte, 1872 (oder 1874) nimmt Friedrich Wilhelm Merkelbach den Bildhauer (Johann) Georg Peter Wick (geb. 1837, gest. 1914) in die Firma auf, die Firmierung ändert sich in Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach & Wick, ab 1882/1883 produzieren Sie als eine der ersten Westerwälder Fabriken Elfenbeinsteinzeug, über die Hälfte der Produktion wird in die USA exportiert, in der Zeit von 1886 bis 1897 liefert die Fabrik Halbfertigerzeugnisse an die keramische Fabrik von Hauber & Reuther, Jugenstilkünstler wie Peter Behrens und Henry van de Velde liefern um 1900 herausragende Entwürfe, 1895 tritt Wicks Sohn (und evtl. gleichzeitig Merkelbachs Schwiegersohn) Ludwig Konrad Wick in die Fabrik ein und übernimmt sicher zeitnah auch deren Leitung, bis er 1910/1911 die Leitung an seine Frau Emma abgibt, 1921/1922 fusioniert die Fabrik mit der um 1867 in Grenzhausen von Friedrich Wilhelm Merkelbach, Theodor Stadelmann und Julius Schröder als Mahl- und Schleifsteinfabrik gegründeten Fabrik Merkelbach, Stadelmann & Co. (wahrscheinlich war Konrad Wicks Frau Emma bereits Miteigentümer dieser Fabrik) zur Steingutfabrik Wick Werke AG, Vereinigte Fabriken Merkelbach & Wick und Merkelbach, Stadelmann & Co., die Fabrik bestand rund 100 Jahre, Dekor wohl teilweise Farbdruck, teilweise Hand ausgemalt, Carl Moos schuf diverse Entwürfe dieser Art für die Westerwälder Steinzeugindustrie,
Höhe 12,5 cm, Breite 13 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LIII/20

Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach & Wick und Nachfolger Steingutfabrik Wick Werke AG, Vereinigte Fabriken Merkelbach & Wick und Merkelbach, Stadelmann & Co., Deutschland, Grenzhausen, um 1905, Seidel, Künstler Richard Riemerschmid (nach der Form der Reinhold Merkelbach Werks.-Nr. 1741, Henkel abweichend) sowie Carl Moos, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke Rundstempel mit M & W sowie Gr. (für Merkelbach, Wick, Grenzhausen), G sowie ½ L. über Eichstrich gepresst, CM (für Carl Moos) ligiert schwarz gemalt (nur unvollständig erhalten, siehe Seidel MEK D/XLV/48, dort das gleiche Dekor mit vollständiger Signatur), auf dem Bolzen der Zinnmontur JR darunter M (für Josef Reinemann, München) gepresst, signiert CM, Literatur: Gisela Reineking von Bock, Meister der deutschen Keramik, Seite 329, Marke Nr. 214 identisch, weitere Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 109, Fabrikbeschreibung sowie Marke Nr. 36 identisch, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 215, Beschreibung der Fabrik sowie Seite 216, Marke Nr. 36, der 1840 geborene Friedrich Wilhelm Merkelbach (gest. 1896) betrieb eine Kannenbäckerei oder bereits eine keramische Fabrik, die unter dem Namen F. W. Merkelbach II. firmierte, 1872 (oder 1874) nimmt Friedrich Wilhelm Merkelbach den Bildhauer (Johann) Georg Peter Wick (geb. 1837, gest. 1914) in die Firma auf, die Firmierung ändert sich in Steingut- und Steinzeugfabrik, Kunsttöpferei, Zinngießerei Merkelbach & Wick, ab 1882/1883 produzieren Sie als eine der ersten Westerwälder Fabriken Elfenbeinsteinzeug, über die Hälfte der Produktion wird in die USA exportiert, in der Zeit von 1886 bis 1897 liefert die Fabrik Halbfertigerzeugnisse an die keramische Fabrik von Hauber & Reuther, Jugenstilkünstler wie Peter Behrens und Henry van de Velde liefern um 1900 herausragende Entwürfe, 1895 tritt Wicks Sohn (und evtl. gleichzeitig Merkelbachs Schwiegersohn) Ludwig Konrad Wick in die Fabrik ein und übernimmt sicher zeitnah auch deren Leitung, bis er 1910/1911 die Leitung an seine Frau Emma abgibt, 1921/1922 fusioniert die Fabrik mit der um 1867 in Grenzhausen von Friedrich Wilhelm Merkelbach, Theodor Stadelmann und Julius Schröder als Mahl- und Schleifsteinfabrik gegründeten Fabrik Merkelbach, Stadelmann & Co. (wahrscheinlich war Konrad Wicks Frau Emma bereits Miteigentümer dieser Fabrik) zur Steingutfabrik Wick Werke AG, Vereinigte Fabriken Merkelbach & Wick und Merkelbach, Stadelmann & Co., die Fabrik bestand rund 100 Jahre, beim MEK Exemplar lieferte die Fabrik von Merkelbach & Wick lediglich den Rohling als Halbfertigfabrikat und versah diesen mit der eigenen Fabrikmarke, die Fertigstellung hinsichtlich Bemalung und Zinnmontur und sicher auch die Bestellung erfolgte durch die Münchner Firma Steinzeug- und Porzellanmalerei, Eulerei und Zinngießerei Josef Reinemann, diese firmierte so in der Zeit von 1873 bis 1902 und wurde danach bis in die 1930‘ Jahre als Steinzeug- und Porzellanmalerei Reinemann & Lichtinger weitergeführt, das MEK Exemplar D/XLV/48, der Fabrik Reinhold Merkelbach, gemarkt mit alter Fabrikmarke, zeigt den originalen Seidel Werks.-Nr. 1741 Formentwurf Richard Riemerschmid mit originalen von Riemerschmid entworfenem Henkel, mit dem gleichen Dekor von Carl Moos, die Zinnmontur ist identisch und ebenfalls mit JRM gemarkt, sehr wahrscheinlich war die Firma Steinzeug- und Porzellanmalerei, Eulerei und Zinngießerei Josef Reinemann der Auftraggeber, das MEK betrachtet somit den Merkelbach & Wick Seidel als dieses Replikat des Reinhold Merkelbach Seidels, zumal der Henkel nicht dem Original entspricht, Höhe 11 cm, Breite 13,5 cm