D/CLXXIII/1

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CLXXIII/1

Porzellanfabrik Königszelt AG, Vorgänger Porzellanfabrik Königszelt AG, vormals August Rappsilber, vormals August Rappsilber Porzellanfabrik, vormals Porzellan-Manufactur August Rappsilber, vormals Porzellan & Chamotte-Fabrik August Rappsilber, vormals Porzellan Manufactur und Chamott-Fabriken C. Heckmann & Rappsilber, vormals Porzellanfabrik Silber & Co., Schlesien/Deutschland, Königszelt, 1922 bis ca. 1930, Vase, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit Krone, darunter Koenigszelt, darunter Silesia sowie darunter K grüne Stempel unter Glasur sowie 1891 und 20 in Gold auf Glasur gemalt, nicht signiert, Robert E. Röntgen, Deutsche Porzellanmarken von 1710 bis heute, Seite 162, Marke Nr. 1213 identisch (dort beschrieben für die Zeit von 1932 bis 1945, was sicher falsch ist), weitere Literatur: Dieter Zühlsdorff, Markenlexikon Band 1, Porzellan und Keramik Report 1885 – 1935, Seite 262, Werkteil 1, Gruppennummer 4., laufende Nummer der Gruppe 403, dort identische Marke (für die Zeit von 1922 – um 1932) sowie Seite 536, Werkteil Nr. 3, laufende Nummer des Werkteils 627, dort Beschreibung der Fabrik, weitere Literatur: Gerhardt Schmidt-Stein, Schlesisches Porzellan vor 1945, Seite 102 ff., ausführliche Beschreibung der Fabrik sowie Seite 119, dort identische Marke (dort für die Zeit von 1922 bis 1930), 1860 gründete der Maurermeister Traugott Silber eine Porzellanfabrik in Königszelt (Schlesien), Firmierung Porzellanfabrik Silber & Co., Silber begann mit zwei Brennöfen und stellte Gebrauchsgeschirr her, 1871/1872 übernahmen Carl Heinrich Otto Heckmann (wohl in Berlin geborener Maler) und August Friedrich Wilhelm Rappsilber (geb. 1832 in Frankfurt/O., von Beruf Maschinenbauer) die Fabrik, Firmierung Porzellan Manufactur und Chamott-Fabriken C. Heckmann & Rappsilber, Heckmann war seit 1964 bereits Pächter der Gräflich Frankenberg’schen Porzellanfabrik in Tillowitz, Rappsilber war wohl auch Pächter dieser Fabrik bis 1878, 1874 wurde die Königszelter Porzellanfabrik durch Neubauten erweitert, die Vertretung für die Fabrik lag bei den Heckmann’schen Brüdern Adolf und Gustav Heckmann, die in Berlin einen Porzellanwarenhandel betrieben, das Handelsgeschäft der Berliner Brüder ging ca. 1878 pleite, das war wohl auch der Grund, für das Ausscheiden von Heckmann aus der Königszelter Porzellanfabrik, denn ab 1878 war Rappsilber Alleineigentümer, Firmierung ab da Porzellan & Chamott-Fabrik August Rappsilber, 1878 beendete Rappsilber auch sein Pachtverhältnis der Tillowitzer Porzellanfabrik, in den Jahren 1878 bis 1886 änderte Rappsilber dann zweimal den Namen der Fabrik, zuerst in Porzellan-Manufaktur August Rappsilber und dann in August Rappsilber Porzellanfabrik, 1886 verkaufte Rappsilber die Fabrik an ein Bankenkonsortium unter der Führung des Meininger Bankhauses Strupp, welches die Fabrik in eine AG umwandelte, Firmierung Porzellanfabrik Königszelt AG vormals August Rappsilber, AG Gründung 18.12.1886, Eintragung 22.01.1887, 1891 verstarb Rappsilber, 1905 änderte die AG ihren Namen in Porzellanfabrik Königszelt AG, 1928 wird die Fabrik von der Porzellanfabriken Lorenz Hutschenreuther AG übernommen, nach WK II hat die Fabrik dann polnische Besitzer, Höhe 12,5 cm, Breite 10,3 cm