Fotos und Beschreibung

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CIX/1

Johann Peter Thewalt, Inh. Carl Thewalt Fabrik gewöhnlicher und feinverzierter Steinzeugwaren, Spielzeuge, vormals Johann Peter Thewalt Fabrik kunstgewerblicher und gewöhnlicher Gebrauchs-Steinzeuge, Deutschland, Höhr, um 1905, Kanne, Künstler Paul Wynand, Werks.-Nr. 1570, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber 1570, ein Kreis sowie 2 L gepresst, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 121, Abbildung Nr. 219 a, fast identische Kanne 1,2 cm kleiner, ohne blaue Glasierung der Rillen im Stand, Werks.-Nr. 1568, Abbildung Nr. 219 b, fast identische Kanne 5,5 cm kleiner, grün glasiert, Werks.-Nr. 1569 sowie Abbildung Nr. 218, Bowle mit gleichem Motiv, Werks.-Nr. 1576, alle Abbildung mit Entwurf Wynand bezeichnet, es handelt sich somit um eine ganze Serie verschiedener Gebrauchsgegenstände mit dem gleichen Motiv und zusammenhängenden fortlaufenden Werks.-Nr. sowie Seite 225, Beschreibung der Fabrik und Künstlerauflistung, weitere Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 33, Abbildung Nr. 285 a, Farbfoto einer identischen Kanne (1,2 cm kleiner) sowie Seite 114, dort als Hersteller die keramische Fabrik Paulus & Thewalt benannt (falsche Zuordnung) und somit auch die Firmenmarke falsch zugeordnet, Beschreibung zur Abbildung 285 a, dort als Künstler Paul Wynand genannt, Werks.-Nr. 1568, die Töpfertradition der Familie Thewalt reicht bis in das 18. Jh. zurück, ein Töpfer namens Hermann Thewalt ist bereits im 18. Jh. in den amtlichen Büchern gelistet, dessen Sohn Johann Peter Thewalt (1784 – 1861) wandert im Zuge seiner Hochzeit mit Katharina Gerz im Jahre 1813 von Hillscheid nach Höhr aus, Johann Peter Thewalts Sohn Johann Peter Thewalt jr. (1822 – 1887) gründet 1852 in Höhr eine Steinzeugfabrik und firmierte als Johann Peter Thewalt Fabrik kunstgewerblicher und gewöhnlicher Gebrauchs-Steinzeuge, nach seinem Tod 1887, führt sein Sohn Carl Thewalt die Fabrik fort und firmierte als Johann Peter Thewalt, Inh. Carl Thewalt Fabrik gewöhnlicher und feinverzierter Steinzeugwaren, Spielzeuge, nach dessen Tod 1923 führen seine Witwe Anna Thewalt und sein Sohn Hubert Thewalt die Fabrik fort, evtl. mit dem Zusatz Witwe, mit dem Tode von Anna Thewalt 1930 wurde die Fabrik aufgelöst, da Carl Thewalt die Tochter des Tonwarenfabrikanten Johann Wilhelm Remy, Anna Remy geheiratet hat, gab es wohl intensive geschäftliche Verbindungen der Thewalt’schen Fabrik mit der Fabrik von J. W. Remy, Formentausch usw., der zweite Sohn von Joahnn Peter Thewalt jr., Albert Jacob Thewalt (1857 – 1939) gründete 1882 zusammen mit seinem Schwager Jean Paulus die keramische Fabrik Paulus und Thewalt, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1570 ist in der Fachliteratur nur noch nicht erfasst, Ausführung als Feinsteinzeug grau-blau glasiert, mit großer Schnaube, Zinnmontierung und Blechdeckel, Höhe 22,5 cm, Breite 20 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/CIX/2

Johann Peter Thewalt, Inh. Carl Thewalt Fabrik gewöhnlicher und feinverzierter Steinzeugwaren, Spielzeuge, vormals Johann Peter Thewalt Fabrik kunstgewerblicher und gewöhnlicher Gebrauchs-Steinzeuge, Deutschland, Höhr, um 1910, Seidel, Künstler Theodor Schmidt, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit JPT (für Johann Peter Thewalt) ineinander gesetzt, darüber ein Punkt (das ist der Punkt vom j) sowie ½ L über Eichstrich gepresst, TS (für Theodor Schmidt) ineinander gesetzt schwarz gemalt, im Zinndeckel mit gegossene Rundmarke der Zinngießerei Johann Lindner, München (bestand von ca. 1903 bis ca. 1925), signiert TS, Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 225, Beschreibung der Fabrik sowie Marke 39 identisch, weitere Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 114, dort als Firmenmarke der keramischen Fabrik Paulus & Thewalt benannt (die beiden Autoren ordneten damals diese Firmenmarke falsch zu, Schimanski korrigiert das in seinem von ihm allein später herausgebrachten Buch, siehe oben) sowie Marke Nr. 39 identisch mit der Bodenmarke des MEK Exemplares, die Töpfertradition der Familie Thewalt reicht bis in das 18. Jh. zurück, ein Töpfer namens Hermann Thewalt ist bereits im 18. Jh. in den amtlichen Büchern gelistet, dessen Sohn Johann Peter Thewalt (1784 – 1861) wandert im Zuge seiner Hochzeit mit Katharina Gerz im Jahre 1813 von Hillscheid nach Höhr aus, Johann Peter Thewalts Sohn Johann Peter Thewalt jr. (1822 – 1887) gründet 1852 in Höhr eine Steinzeugfabrik und firmierte als Johann Peter Thewalt Fabrik kunstgewerblicher und gewöhnlicher Gebrauchs-Steinzeuge, nach seinem Tod 1887, führt sein Sohn Carl Thewalt die Fabrik fort und firmierte als Johann Peter Thewalt, Inh. Carl Thewalt Fabrik gewöhnlicher und feinverzierter Steinzeugwaren, Spielzeuge, nach dessen Tod 1923 führen seine Witwe Anna Thewalt und sein Sohn Hubert Thewalt die Fabrik fort, evtl. mit dem Zusatz Witwe, mit dem Tode von Anna Thewalt 1930 wurde die Fabrik aufgelöst, da Carl Thewalt die Tochter des Tonwarenfabrikenten Johann Wilhelm Remy, Anna Remy geheiratet hat, gab es wohl intensive geschäftliche Verbindungen der Thewalt’schen Fabrik mit der Fabrik von J. W. Remy, Formentausch usw., der zweite Sohn von Joahnn Peter Thewalt jr., Albert Jacob Thewalt (1857 – 1939) gründete 1882 zusammen mit seinem Schwager Jean Paulus die keramische Fabrik Paulus und Thewalt, der 0,8 cm und 1,4 cm breite ½ Liter über Eichstrich Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Firmenmarke versehenen Fabrikate von Johann Peter Thewalt,
Höhe 12,2 cm, Breite 13,2 cm (nur die Keramik)