F/X/1

Abteilung Frankreich, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer F/X/1

Manufaktur Utzschneider & Cie., Frankreich, Sarreguemines, 1889, Wandteller Landschaft in der Normandie, Künstler unbekannt, Werks-Nr. ohne/Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke mit U & C sowie Sarreguemines brauner Stempel unter Glasur, Dekornummer 228 sowie 28 A (H?) gepresst, nicht signiert, bei dem Dekor handelt es sich um ein sepiafarbenes Umdruckdekor „Calvados“, welches für die Weltausstellung 1889 verwendet wurde, auf Bildtellern zur Weltausstellung von 1889 findet man für die besondere Keramikmasse „Ivoire“-Elfenbein (wegen der gelblichen Farbe) die Ordnungszahl 228, somit konnte man die verschiedenen Keramikmassen beim Brand in Bezug auf Branddauer und Brandhitze unterscheiden, Literatur: Henri Gauvin, Alain Benedick, Jean-Jacques Becker, Sarreguemines-Les Marques de Fabrique, Jahr 2005, weitere Literatur: J.G. Th. Grässe und E. Jaennicke, Führer für Sammler von Porzellan und Fayence, Steinzeug, Steingut usw., Seite 153, Marke Nr. 2 identisch, weitere Literatur: Jeffrey B. Snyder and Leslie Bockol, Majolica, British, American & European Wares, Seite 150, Beschreibung der Manufaktur sowie Seite 153, Marke identisch, weitere Literatur: Otto Pelka, Keramik der Neuzeit, Markentafel XI, Markenkasten 176, Abbildung der identischen Marke sowie Seite 222, Namensverzeichnis der Manufakturen, Manufaktur dort aufgeführt, weitere Literatur: J. A. Schmoll genannt Eisenwerth und Helga Schmoll genannt Eisenwerth, Nancy 1900 Jugendstil in Lothringen, Seite 151, Beschreibung der Manufaktur sowie Seite 448, identische Marke abgebildet, während der Angliederung von Sarreguemines an Deutschland, gründete der Unternehmensleiter Paul de Geiger zwei weitere Fabriken in Frankreich (mit finanzieller Unterstützung von Villeroy & Boch), 1876 in Digoin und 1881 in in Vitry-le-Francois, die Firmenbezeichnung änderte sich demgemäß erst in Digoin et Sarreguemines und ab 1881 in die Gesamtbezeichnung Faienceries de Sarreguemines, Digion et Vitry-le-Francois, es ist anzunehmen, dass die Produktionsstätte in Sarreguemines weiter unter der Bezeichnung Utzschneider & Cie. firmierte, insofern arbeitet das MEK ggf. mit 3 unterschiedlichen Firmenbezeichnungen,
Durchmesser 26,7 cm