B/V/1

Abteilung Belgien, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer B/V/1

Faïencerie Auguste Mouzin & Cie., vormals Faïencerie Paulus à Wasmuël (par Isidore Paulus) und Nachf. Société Anonyme de la Faïencerie de Wasmuël (anciennement Auguste Mouzin & Cie.), Belgien, Wasmuel, um 1925, Schüssel, Künstler unbekannt, Werks.-Nr. ohne, Exemplar Nr. ohne, gemarkt A.M.C. in einem Rechteck ähnlichem Doppelrahmen, darüber FABRICATION (hier schwer lesbar), darunter BELGE (hier schwer lesbar, schwarzer Stempel unter Glasur, nicht signiert, Literatur: Dieter Zühlsdorf, Markenlexikon Band 1, Porzellan und Keramik Report 1885 – 1935, Seite 309, Marke Werkteil-Nummer 1, Gruppen-Nummer 1, fortlaufende Nummer innerhalb der Gruppe 2382, identische Marke für die Zeit nach 1930, sowie Seite 639, kurze unvollständige Beschreibung der Fabrik, die Wasmueler Steingutfabrik wurde 1840 (evtl. schon 1836) von Isidore Paulus gegründet, Firmierung Faïencerie Paulus à Wasmuël, es wird hauptsächlich Steingut mit brauner und weißer Emaille hergestellt, nach seinem Tod setzen seine Frau und seine Söhne die Produktion fort, 1878 (evtl. auch schon 1865) vermieten seine Erben die Fabrik an Auguste Mouzin (geb. 1833 in Wasmuel), Firmierung Faïencerie Auguste Mouzin & Cie., letzterer lässt die Fabrik durch Modernisierung wachsen und 1891 kaufte er die Fabrik, Mouzin stellt feines Steingut her, das ausgefallene Gegenstände bevorzugt, die mit der Majolika-Technik hergestellt werden, das Steingut ist mit bunten Emails bedeckt, die zu dieser Zeit sehr gefragt waren, Frédéric Thurner, der ursprünglich aus Furtwangen stammt liefert die wichtigsten Modelle, ab 1886 ist die Fabrik eine AG, Firmierung ab da Société Anonyme de la Faïencerie de Wasmuël (anciennement Auguste Mouzin & Cie. (AMC), Mouzin nahm 1885 an den Ausstellungen in Antwerpen, 1888 in Brüssel und 1889 in Paris teil, jeweils erhielt er Medaillen, Mouzin starb 1899, sein Schwiegersohn Eugène Meyer führt die Fabrik fort, ab 1907 führt sein Enkel Henri Meyer die Fabrik, nach dem Ersten Weltkrieg wird hauptsächlich mit Airbrush und Schablone bemaltes Geschirr, Toilettenartikel, Kaminverkleidung, Dekorationsgegenstände im Art-Deco-Stil hergestellt (siehe MEK Exemplar), darunter rießige weiße Tierstatuetten sowie unzählige Vasen mit eckigen Volumen, in den 1920′ Jahren werden aber auch Entwürfe von Louis Fontinelle ausgeführt, 1951 wird die Fabrik geschlossen, Höhe 11 cm, Breite 24,5 cm