Kurzbiografie und Inventar zum Künstler

Hans Heinrich Christiansen wurde am 06.03.1866 in Flensburg geboren. Er starb am 05.01.1945 in Wiesbaden. Lehre beim Flensburger Dekorationsmaler Jacobsen. Innendekorateur im Geschäft Gustav Doren in Hamburg. 1887 bis 1889 Studium an der Münchner Kunstgewerbeschule. 1989 Fahrradtour nach Italien. Noch 1989 Fachschullehrer in Hamburg. Mitglied im Hamburger Volkskunst-Verein. Lernt Justus Brinckmann (Gründer und Direktor des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe) kennen. Besuchte 1893 die Weltausstellung in Chicago. Reisen nach New Yorck und Philadelpia. Weitere Lehr- und Wanderjahre nach Antwerpen und nach Paris. Dort Studium an der Académie Julian. Buchschmuckarbeiten für die Jugendstilzeitschrift “Jugend”. 1897 Heirat der großbürgerlichen Claire Guggenheim. 1898 Teilnahme an der Darmstädter Kunst- und Gewerbeausstellung. Ab 01.011.1998 Berufung in die Darmstädter Künstlerkolonie und Ernennung zum Professor. Er gehörte zu den Erstberufenen, den “Darmstädter Sieben”, zu denen auch Behrens und Olbrich zählten. Die “Sieben” stellten auf der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgreich aus. 1912 Umzug nach Wiesbaden. Neben seiner Tätigkeit als Maler schuf er auch Entwürfe für einige keramische Manufakturen. Christiansen war einer der maßgeblichen Jugendstilkünstler, die den Stil mitprägten.

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XXXVII/27

Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, Deutschland, Höhr, um 1910, Krug, Künstler Hans Christiansen (attr.), Werks.-Nr. 2013, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber GESETZL. GESCHÜTZT, 2013, 23 sowie 1 L. über Eichstrich gepresst, nicht signiert, Literatur: Jürgen Erlebach, Jürgen Schimanski, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära 1900 – 1930, Jugendstil und Werkbund, Seite 72, Marke Nr. 16 identisch sowie Abbildungen Nr. 122 sowie 126, Seidel mit identischen Motiven, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 128, Abbildung Nr. 234 b, identischer Krug mit Zuschreibung zu Christiansen, (das MEK hält die Zuschreibung zu Christiansen für nicht nachgewiesen, Schimanski beruft sich für die Zuschreibung auf eine Fliese der D.T. –AG für die Christiansen nachweislich Entwürfe geliefert hat, das ist zwar richtig aber die von ihm angeführte und abgebildete Fliese ist ein Fabrikat der Fabrik Utzschneider & Cie., für die Christiansen keinerlei Entwürfe geliefert hat, deshalb ordnet das MEK den Krug bezüglich der Künstlerzuschreibung als Entwurf nach Christiansen ein), Seite 203, Beschreibung der Fabrik sowie Marke Nr. 16 identisch, außerdem dort beschrieben, dass eine eigene Firmenmarke (Anmerkung MEK: die stilisierte Töpfermarke, bestehend aus Mittelachse, daran Antriebstretscheibe, diese immer in einem quadratischen oder trapezförmigen Rahmen) erst Anfang der 1920‘ Jahre eingeführt worden ist und dass Erzeugnisse der früheren Jahre oft mit dem Schriftzug „Gesetzl. Geschützt“ (Anmerkung MEK: richtige Schreibweise des Stempels eigentlich mit Großbuchstaben und nicht wie bei Schimanski klein geschrieben, also GESETZL. GESCHÜTZT) gemarkt sind, dieser Beschreibung stimmt das MEK bezüglich der Firmenmarke nicht zu, das MEK Exemplar D/XXXVII/64 widerlegt diese Aussage, vor, bis um 1900, wurde der M & R. darunter H. in einem Rechteck Stempel verwendet, diesen gibt es auch noch als ausgeschriebene Variante (MARZI & REMY darunter HÖHR.), dann nicht in einem Rechteck, sogar mit dem Zusatzstempel GESETZL. GESCHÜTZT, siehe http://www.steinmarks.co.uk/pages/pv.asp?p=stein164, dort unter Marzi & Remy diese Stempelvariante abgebildet als auch die Stempelvariante des oben genannten MEK Exemplares, M & R. darunter H. steht nicht für Merkelbach & Remy, einer Westerwälder Fabrik, die in der gleichen Zeit produzierte und für die bisher in der Fachliteratur noch keine Firmenmarke nachgewiesen worden ist, weil sich diese Fabrik in Grenzhausen und nicht in Höhr befand, bis 1936 waren die beiden Ortschaften eigenständig und wurden erst am 01.04.1936 zusammen mit der Gemeinde Grenzau zu Höhr-Grenzhausen zusammengeschlossen, die Fabrik wurde 1879 von Anton Marzi und seinem Schwager Simon Peter Remy in Höhr gegründet und firmierte als Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, ab 1881 wurde eine eigene Zinngießerei angeschafft und ab 1883 neben dem grau – blau salzglasiertem Steinzeug auch Elfenbeinsteinzeug produziert, Simon Peter Remy verstarb 1919 und sein Sohn Werner Remy trat in die Fabrik ein, 1924 verstarb Anton Marzi und sein Schwiegersohn Johann Otto Bühler trat in die Fabrik ein, Werner Remy verließ 1931 die Fabrik, 1941 trat Johann Otto Bühlers Sohn Otto Bühler in die Fabrik ein und 1953 dessen Sohn Otto Georg Bühler, die Fabrik war bis zum Konkurs in den 1990‘ Jahren immer in Familienbesitz, der 1,1 cm breite und 1,1 cm hohe 1 Liter über Eichstrich Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Firmenmarke versehene Fabrikate von Marzi & Remy, siehe auch MEK D/XXXVII/28, identischer Krug mit Zinndeckel, Ausführung als Steinzeug graublau salzglasiert,
Höhe 18 cm, Breite 15,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XXXVII/28

Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, Deutschland, Höhr, 1912, Krug, Künstler Hans Christiansen (nach), Werks.-Nr. 2013, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber GESETZL. GESCHÜTZT, 2013, 23 sowie 1 L. über Eichstrich gepresst, nicht signiert, Literatur: Jürgen Erlebach, Jürgen Schimanski, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära 1900 – 1930, Jugendstil und Werkbund, Seite 72, Marke Nr. 16 identisch sowie Abbildungen Nr. 122 sowie 126, Seidel mit identischen Motiven, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 128, Abbildung Nr. 234 b, identischer Krug mit Zuschreibung zu Christiansen (das MEK hält die Zuschreibung zu Christiansen für nicht nachgewiesen, Schimanski beruft sich für die Zuschreibung auf eine Fliese der D.T. –AG für die Christiansen nachweislich Entwürfe geliefert hat, das ist zwar richtig aber die von ihm angeführte und abgebildete Fliese ist ein Fabrikat der Fabrik Utzschneider & Cie., für die Christiansen keinerlei Entwürfe geliefert hat, deshalb ordnet das MEK den Krug bezüglich der Künstlerzuschreibung als Entwurf nach Christiansen ein), Seite 203, Beschreibung der Fabrik sowie Marke Nr. 16 identisch, außerdem dort beschrieben, dass eine eigene Firmenmarke (Anmerkung MEK: die stilisierte Töpfermarke, bestehend aus Mittelachse, daran Antriebstretscheibe, diese immer in einem quadratischen oder trapezförmigen Rahmen) erst Anfang der 1920‘ Jahre eingeführt worden ist und dass Erzeugnisse der früheren Jahre oft mit dem Schriftzug „Gesetzl. Geschützt“ (Anmerkung MEK: richtige Schreibweise des Stempels eigentlich mit Großbuchstaben und nicht wie bei Schimanski klein geschrieben, also GESETZL. GESCHÜTZT) gemarkt sind, dieser Beschreibung stimmt das MEK bezüglich der Firmenmarke nicht zu, das MEK Exemplar D/XXXVII/64 widerlegt diese Aussage, vor, bis um 1900, wurde der M & R. darunter H. in einem Rechteck Stempel verwendet, diesen gibt es auch noch als ausgeschriebene Variante (MARZI & REMY darunter HÖHR.), dann nicht in einem Rechteck, sogar mit dem Zusatzstempel GESETZL. GESCHÜTZT, siehe http://www.steinmarks.co.uk/pages/pv.asp?p=stein164, dort unter Marzi & Remy diese Stempelvariante abgebildet als auch die Stempelvariante des oben genannten MEK Exemplares, M & R. darunter H. steht nicht für Merkelbach & Remy, einer Westerwälder Fabrik, die in der gleichen Zeit produzierte und für die bisher in der Fachliteratur noch keine Firmenmarke nachgewiesen worden ist, weil sich diese Fabrik in Grenzhausen und nicht in Höhr befand, bis 1936 waren die beiden Ortschaften eigenständig und wurden erst am 01.04.1936 zusammen mit der Gemeinde Grenzau zu Höhr-Grenzhausen zusammengeschlossen, die Fabrik wurde 1879 von Anton Marzi und seinem Schwager Simon Peter Remy in Höhr gegründet und firmierte als Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, ab 1881 wurde eine eigene Zinngießerei angeschafft und ab 1883 neben dem grau – blau salzglasiertem Steinzeug auch Elfenbeinsteinzeug produziert, Simon Peter Remy verstarb 1919 und sein Sohn Werner Remy trat in die Fabrik ein, 1924 verstarb Anton Marzi und sein Schwiegersohn Johann Otto Bühler trat in die Fabrik ein, Werner Remy verließ 1931 die Fabrik, 1941 trat Johann Otto Bühlers Sohn Otto Bühler in die Fabrik ein und 1953 dessen Sohn Otto Georg Bühler, die Fabrik war bis zum Konkurs in den 1990‘ Jahren immer in Familienbesitz, siehe auch MEK D/XXXVII/27, identischer Krug ohne Zinndeckel, Ausführung als Steinzeug graublau salzglasiert, Datierung auf dem Zinndeckel 1912,
Höhe 18 cm, Breite 15,5 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XXXVII/79

Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, Deutschland, Höhr, um 1910, Seidel, Künstler Hans Christiansen (nach), Werks.-Nr. 2008, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber GESETZL. GESCHÜTZT, 2008, 23 sowie 0,5 L. über Eichstrich gepresst, nicht signiert, Literatur: Jürgen Erlebach, Jürgen Schimanski, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära 1900 – 1930, Jugendstil und Werkbund, Seite 72, Marke Nr. 16 identisch sowie Seite 75, Abbildung Nr. 126, Seidel mit identischen Motiven aber mit Werks.-Nr. 2127, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 128, Abbildung Nr. 235, identischer Seidel (Werks.-Nr. 2127) mit Zuschreibung zu Christiansen (das MEK hält die Zuschreibung zu Christiansen für nicht nachgewiesen, Schimanski beruft sich für die Zuschreibung auf eine Fliese der D.T. –AG für die Christiansen nachweislich Entwürfe geliefert hat, das ist zwar richtig aber die von ihm angeführte und abgebildete Fliese ist ein Fabrikat der Fabrik Utzschneider & Cie., für die Christiansen keinerlei Entwürfe geliefert hat, deshalb ordnet das MEK den Seidel bezüglich der Künstlerzuschreibung als Entwurf nach Christiansen ein), Seite 203, Beschreibung der Fabrik sowie Marke Nr. 16 identisch, außerdem dort beschrieben, dass eine eigene Firmenmarke (Anmerkung MEK: die stilisierte Töpfermarke, bestehend aus Mittelachse, daran Antriebstretscheibe, diese immer in einem quadratischen oder trapezförmigen Rahmen) erst Anfang der 1920‘ Jahre eingeführt worden ist und dass Erzeugnisse der früheren Jahre oft mit dem Schriftzug „Gesetzl. Geschützt“ (Anmerkung MEK: richtige Schreibweise des Stempels eigentlich mit Großbuchstaben und nicht wie bei Schimanski klein geschrieben, also GESETZL. GESCHÜTZT) gemarkt sind, dieser Beschreibung stimmt das MEK bezüglich der Firmenmarke nicht zu, das MEK Exemplar D/XXXVII/64 widerlegt diese Aussage, vor, bis um 1900, wurde der M & R. darunter H. in einem Rechteck Stempel verwendet, diesen gibt es auch noch als ausgeschriebene Variante (MARZI & REMY darunter HÖHR.), dann nicht in einem Rechteck, sogar mit dem Zusatzstempel GESETZL. GESCHÜTZT, siehe http://www.steinmarks.co.uk/pages/pv.asp?p=stein164, dort unter Marzi & Remy diese Stempelvariante abgebildet als auch die Stempelvariante des oben genannten MEK Exemplares, M & R. darunter H. steht nicht für Merkelbach & Remy, einer Westerwälder Fabrik, die in der gleichen Zeit produzierte und für die bisher in der Fachliteratur noch keine Firmenmarke nachgewiesen worden ist, weil sich diese Fabrik in Grenzhausen und nicht in Höhr befand, bis 1936 waren die beiden Ortschaften eigenständig und wurden erst am 01.04.1936 zusammen mit der Gemeinde Grenzau zu Höhr-Grenzhausen zusammengeschlossen, die Fabrik wurde 1879 von Anton Marzi und seinem Schwager Simon Peter Remy in Höhr gegründet und firmierte als Thonwaaren – Fabrik Marzi & Remy, ab 1881 wurde eine eigene Zinngießerei angeschafft und ab 1883 neben dem grau – blau salzglasiertem Steinzeug auch Elfenbeinsteinzeug produziert, Simon Peter Remy verstarb 1919 und sein Sohn Werner Remy trat in die Fabrik ein, 1924 verstarb Anton Marzi und sein Schwiegersohn Johann Otto Bühler trat in die Fabrik ein, Werner Remy verließ 1931 die Fabrik, 1941 trat Johann Otto Bühlers Sohn Otto Bühler in die Fabrik ein und 1953 dessen Sohn Otto Georg Bühler, die Fabrik war bis zum Konkurs in den 1990‘ Jahren immer in Familienbesitz, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 2008 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Ausführung als Feinsteinzeug grau, grün-braun glasiert, Datierung auf dem Zinndeckel 1914, diese wohl später hinzugefügt,
Höhe 12,3 cm, Breite 13 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/XLI/2

Wächtersbacher Steingutfabrik, Deutschland, Schlierbach, um 1911, Tablett aus dem Teeservice „Hamburg“, Künstler Hans Christiansen, Werks.-Nr. 1549 (Dekornummer), Exemplar Nr. 41 (?), gemarkt keine Firmenmarke aber 1549 sowie 41 blaue Stempel unter Glasur, evtl. signiert Hans Christiansen blauer Schriftzug, Literatur: Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Wächtersbacher Steingut, Die Sammlung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Seite 119, Nr. 178, dort Beschreibung Service Hamburg, graue Quadrate jeweils mit Rosenblüte, Form und Dekor Hans Christiansen, weitere Literatur: Margret Zimmermannn-Degen, Hans Christiansen, Leben und Werk eines Jugendstilkünstlers, Seite 99, dort Beschreibung sowie Abb. Tablett, weitere Literatur: Museum Künstlerkolonie Darmstadt, Katalog, Seite 54, Abbildung und Beschreibung Nr. 67 identische Platte mit Dekor „Hamburg“ Entwurf Hans Christiansen, Dekornummer dito, siehe auch Auktionshaus Quittenbaum München, Jugendstil – Art Deco, 77. Auktion – Teil II vom 21.10.2008, Lot Nr. 623, Ausführung in Hartsteingut von der Kunstabteilung (KAW) Wächtersbach, Leitung Christian Neureuther, gerahmt in einem Holzrahmen, das MEK nimmt keine Fabrikbeschreibung vor und verweist auf die unter MEK D/XLI/1 genannte Literatur, Höhe 24 cm, Breite 38 cm (nur die Keramik)