Kurzbiografie und Inventar zum Künstler

Paul Dümler wurde am 20.05.1887 in Höhr geboren. Sein Sterbedatum und sein Sterbeort sind nicht bekannt, da er im WK I als vermisst gilt. Seine Ausbildung als Keramiker vollzog er mit hoher Wahrscheinlichkeit in der väterlichen Fabrik Dümler & Breiden in Höhr. Außerdem studierte er 1903 an der Königlichen keramischen Fachschule in Höhr und 1904 an der Akademie für Bildende Künste in München. Paul Dümler entwarf fast alle Keramiken der Fabrik Dümler & Breiden während der Zeit des Jugendstils.

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXXXIII//3

Dümler & Breiden Fabrik reichverzierter, altdeutscher Steinkrüge, Trinkhumpen, Pokale, Wein- u. Bierkannen etc. sowie Steinwaren in modernem Geschmack in bunter Glasur und bester Ausführung, Deutschland, Höhr, um 1910, Kanne, Künstler Paul Dümler, Werks.-Nr. 1230, Exemplar Nr. ohne, gemarkt Firmenmarke T (für Terra sigilata), 1230 sowie 2 Ltr. gepresst, unbekanntes Zeichen geritzt, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 38, Fabrikbeschreibung, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 135, Abbildung Nr. 255, Senftopf mit identischem Dekor sowie Seite 196, Fabrikbeschreibung und Marke Nr. 2 a fast identisch, die Fabrik wurde 1883/1884 von Peter Dümler und seinem späteren Schwager Albert Breiden in Höhr gegründet, 1907 zum Tode Peter Dümlers treten seine Witwe Bertha und sein Sohn Paul in die Fabrik ein, Paul wird seit dem WK I vermißt, um 1913 verkauft Albert Breiden seine Fabrikanteile (an wen konnte nicht recherchiert werden) und um 1918 tritt der Cousin Ernst Dümler in die Fabrik ein, die o. g. Fabrikbezeichnung wurde von einer Zeitungsanzeige des Jahres 1907 übernommen, die Fabrik bestand über den WK II hinaus, der 0,7 cm hohe und 2 cm breite 2 Liter Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Fabrikmarke versehene Fabrikate von Dümler & Breiden, wobei es für die Identifizierung vor allem auf die Darstellung der Literangabe Ltr. ankommt, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1230 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Höhe 27,7 cm, Breite 15,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXXXIII//6

Dümler & Breiden Fabrik reichverzierter, altdeutscher Steinkrüge, Trinkhumpen, Pokale, Wein- u. Bierkannen etc. sowie Steinwaren in modernem Geschmack in bunter Glasur und bester Ausführung (attr.), Deutschland, Höhr, um 1910, Kanne, Künstler Paul Dümler (attr.), Werks.-Nr. 1119, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber 1119 sowie 2 Ltr. gepresst, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 38, Fabrikbeschreibung sowie Seite 41, Abbildung Nr. 7, dort bei Dümler & Breiden eine Form- und Dekorgleiche etwas größere Kanne in der Ausführung Terra Sigillata Werks.-Nr. 1126 abgebildet, dort in den blauen Kreisen weise Punkte, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 196, Fabrikbeschreibung sowie Seite 134, Abbildung Nr. 250, Seidel mit dem Punktkreisdekor, dort beschrieben Entwurf Paul Dümler, die Fabrik wurde 1883/1884 von Peter Dümler und seinem späteren Schwager Albert Breiden in Höhr gegründet, 1907 zum Tode Peter Dümlers treten seine Witwe Bertha und sein Sohn Paul in die Fabrik ein, Paul wird seit dem WK I vermißt, um 1913 verkauft Albert Breiden seine Fabrikanteile (an wen konnte nicht recherchiert werden) und um 1918 tritt der Cousin Ernst Dümler in die Fabrik ein, die o. g. Fabrikbezeichnung wurde von einer Zeitungsanzeige des Jahres 1907 übernommen, die Fabrik bestand über den WK II hinaus, Fabrikzuordnung: siehe Ausführungen oben, außerdem identischer 2 Ltr. Stempel wie MEK D/LXXXIII/3, Künstlerzuordnung: Paul Dümler hat fast alle Dekore im modernen Stil entworfen, der 0,7 cm hohe und 2 cm breite 2 Liter Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Fabrikmarke versehene Fabrikate von Dümler & Breiden, wobei es für die Identifizierung vor allem auf die Darstellung der Literangabe Ltr. ankommt, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1119 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Ausführung als Elfenbeinsteinzeug, blau-schwarz
glasiert, Höhe 27,7 cm, Breite 15,5 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXXXIII//7

Dümler & Breiden Fabrik reichverzierter, altdeutscher Steinkrüge, Trinkhumpen, Pokale, Wein- u. Bierkannen etc. sowie Steinwaren in modernem Geschmack in bunter Glasur und bester Ausführung (attr.), Deutschland, Höhr, um 1910, Kanne, Künstler Paul Dümler (attr.), Werks.-Nr. 1652, Exemplar Nr. 2 (?), gemarkt keine Firmenmarke aber 1652 sowie 1 ½ Ltr. (Ltr. schwer lesbar) gepresst, 2 (?) geritzt, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 38, Beschreibung der Fabrik, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 130, Abbildung Nr. 232, identisches Blütendekor auf einer Bowle, dort beschrieben mit Entwurf Paul Dümler sowie Seite 196, Fabrikbeschreibung, die Fabrik wurde 1883/1884 von Peter Dümler und seinem späteren Schwager Albert Breiden in Höhr gegründet, 1907 zum Tode Peter Dümlers treten seine Witwe Bertha und sein Sohn Paul in die Fabrik ein, Paul wird seit dem WK I vermißt, um 1913 verkauft Albert Breiden seine Fabrikanteile (an wen konnte nicht recherchiert werden) und um 1918 tritt der Cousin Ernst Dümler in die Fabrik ein, die o. g. Fabrikbezeichnung wurde von einer Zeitungsanzeige des Jahres 1907 übernommen, die Fabrik bestand über den WK II hinaus, Fabrikzuordnung: siehe oben sowie auf Grund der Ausführung der Literung Ltr., Ltr. ist identisch mit den MEK Exemplaren D/LXXXIII/3 und D/LXXXIII/6, Künstlerzuordnung: siehe oben, außerdem hat Paul Dümler fast alle Dekore im modernen Stil entworfen, der 0,7 cm hohe und 2,3 cm breite 1 ½ Liter Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Fabrikmarke versehene Fabrikate von Dümler & Breiden, wobei es für die Identifizierung vor allem auf die Darstellung der Literangabe Ltr. ankommt, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1652 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Ausführung als Elfenbeinsteinzeug kobaltblau, schwarz (die Ringe) und gelb (der Blütenstempel) glasiert, Zinnmontur mit Blechdeckel,
Höhe 23 cm, Breite 15,5 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXXXIII//8

Dümler & Breiden Fabrik reichverzierter, altdeutscher Steinkrüge, Trinkhumpen, Pokale, Wein- u. Bierkannen etc. sowie Steinwaren in modernem Geschmack in bunter Glasur und bester Ausführung (attr.), Deutschland, Höhr, um 1914, Seidel, Künstler Paul Dümler (attr.), Werks.-Nr. 1701, Exemplar Nr. 11 (?), gemarkt keine Firmenmarke aber 1701, 11 sowie ½ L über Eichstrich gepresst, 3 (?) geritzt, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 38, Beschreibung der Fabrik, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 130, Abbildung Nr. 232, identisches Blütendekor auf einer Bowle, dort beschrieben mit Entwurf Paul Dümler sowie Seite 196, Fabrikbeschreibung, die Fabrik wurde 1883/1884 von Peter Dümler und seinem späteren Schwager Albert Breiden in Höhr gegründet, 1907 zum Tode Peter Dümlers treten seine Witwe Bertha und sein Sohn Paul in die Fabrik ein, Paul wird seit dem WK I vermißt, um 1913 verkauft Albert Breiden seine Fabrikanteile (an wen konnte nicht recherchiert werden) und um 1918 tritt der Cousin Ernst Dümler in die Fabrik ein, die o. g. Fabrikbezeichnung wurde von einer Zeitungsanzeige des Jahres 1907 übernommen, die Fabrik bestand über den WK II hinaus, Fabrikzuordnung: siehe oben, Künstlerzuordnung: siehe oben, außerdem hat Paul Dümler fast alle Dekore im modernen Stil entworfen, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1701 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Ausführung als Elfenbeinsteinzeug kobaltblau glasiert, Zinnmontur mit Blechdeckel,
Höhe 9,6 cm, Breite 15 cm (nur die Keramik)

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXXXIII//9

Dümler & Breiden Fabrik reichverzierter, altdeutscher Steinkrüge, Trinkhumpen, Pokale, Wein- u. Bierkannen etc. sowie Steinwaren in modernem Geschmack in bunter Glasur und bester Ausführung (attr.), Deutschland, Höhr, um 1910, Kanne, Künstler Paul Dümler (attr.), Werks.-Nr. 1617, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber 1617 sowie 1 Ltr. (Ltr. schwer lesbar) gepresst, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 38, Beschreibung der Fabrik, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 130, Abbildung Nr. 232, identisches Blütendekor auf einer Bowle, dort beschrieben mit Entwurf Paul Dümler sowie Seite 196, Fabrikbeschreibung, die Fabrik wurde 1883/1884 von Peter Dümler und seinem späteren Schwager Albert Breiden in Höhr gegründet, 1907 zum Tode Peter Dümlers treten seine Witwe Bertha und sein Sohn Paul in die Fabrik ein, Paul wird seit dem WK I vermißt, um 1913 verkauft Albert Breiden seine Fabrikanteile (an wen konnte nicht recherchiert werden) und um 1918 tritt der Cousin Ernst Dümler in die Fabrik ein, die o. g. Fabrikbezeichnung wurde von einer Zeitungsanzeige des Jahres 1907 übernommen, die Fabrik bestand über den WK II hinaus, Fabrikzuordnung: siehe oben sowie auf Grund der Ausführung der Literung Ltr., Ltr. ist identisch mit den MEK Exemplaren D/LXXXIII/3 und D/LXXXIII/6, Künstlerzuordnung: siehe oben, außerdem hat Paul Dümler fast alle Dekore im modernen Stil entworfen, der 0,7 cm hohe und 1,8 cm breite 1 Liter Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Fabrikmarke versehene Fabrikate von Dümler & Breiden, wobei es für die Identifizierung vor allem auf die Darstellung der Literangabe Ltr. ankommt, das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1617 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Ausführung als Elfenbeinsteinzeug kobaltblau, schwarz (die Ringe) und gelb (der Blütenstempel) glasiert, Höhe 18,3 cm, Breite 16 cm

Abteilung Deutschland, Keramik 1860 – 1960, Inventarnummer D/LXXXIII//10

Dümler & Breiden Fabrik reichverzierter, altdeutscher Steinkrüge, Trinkhumpen, Pokale, Wein- u. Bierkannen etc. sowie Steinwaren in modernem Geschmack in bunter Glasur und bester Ausführung (attr.), Deutschland, Höhr, um 1910, Kanne, Künstler Paul Dümler (attr.), Werks.-Nr. 1118, Exemplar Nr. ohne, gemarkt keine Firmenmarke aber 1118, ungedeutetes Zeichen mit Punkt sowie 1 ½ L über Eichstrich gepresst, ungedeutetes Zeichen geritzt, nicht signiert, Literatur: Jürgen Schimanski und Jürgen Erlebach, Westerwälder Steinzeug, Die Neue Ära, Seite 38, Fabrikbeschreibung sowie Seite 41, Abbildung Nr. 7, dort bei Dümler & Breiden eine Form- und Dekorgleiche etwas größere Kanne in der Ausführung Terra Sigillata Werks.-Nr. 1126 abgebildet, dort in den blauen Kreisen weise Punkte, weitere Literatur: Jürgen Schimanski, Braun geflammt und grau gesalzen, Seite 196, Fabrikbeschreibung sowie Seite 134, Abbildung Nr. 250, Seidel mit dem Punktkreisdekor, dort beschrieben Entwurf Paul Dümler, die Fabrik wurde 1883/1884 von Peter Dümler und seinem späteren Schwager Albert Breiden in Höhr gegründet, 1907 zum Tode Peter Dümlers treten seine Witwe Bertha und sein Sohn Paul in die Fabrik ein, Paul wird seit dem WK I vermißt, um 1913 verkauft Albert Breiden seine Fabrikanteile (an wen konnte nicht recherchiert werden) und um 1918 tritt der Cousin Ernst Dümler in die Fabrik ein, die o. g. Fabrikbezeichnung wurde von einer Zeitungsanzeige des Jahres 1907 übernommen, die Fabrik bestand über den WK II hinaus, Fabrikzuordnung: siehe Ausführungen oben, außerdem identische Kanne als 2 Liter Ausführung wie MEK D/LXXXIII/7 mit Werks.-Nr. 1119, also nur eine Werks.-Nr. höher, Künstlerzuordnung: Paul Dümler hat fast alle Dekore im modernen Stil entworfen, der 1 cm hohe und 1,3 cm breite 1 ½ Liter Stempel, dient dem MEK als Identifizierungsstempel für nicht mit einer Fabrikmarke versehene Fabrikate von Dümler & Breiden (Anm. MEK: warum der 1 ½ Liter Stempel von den Stempeln 1 Liter und 2 Liter sowohl in der Ausführung als auch bezüglich des Anbringungsortes abweicht, ist nicht geklärt), das MEK Exemplar mit der Werks.-Nr. 1118 ist in der Fachliteratur noch nicht erfasst, Ausführung als Elfenbeinsteinzeug, blau-schwarz und rot-braun glasiert, Zinnmontur mit Blechdeckel, Höhe 25,3 cm, Breite 16,2 cm (nur die Keramik)